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Schweizer Forscher tüfteln an Chemikalien aus nachwachsenden Rohstoffen

Laut Forschenden könnten Zeolithe eine nachhaltige Bioökonomie fördern. Zeolithe kommen unter anderm in Waschmitteln vor. (Symbolbild)

Laut Forschenden könnten Zeolithe eine nachhaltige Bioökonomie fördern. Zeolithe kommen unter anderm in Waschmitteln vor. (Symbolbild)

Viele Chemikalien werden aus Erdöl hergestellt. Forscher von ETH und Paul Scherrer Institut arbeiten nun an Katalysatoren, mit denen diese aus biologischen Rohstoffen wie etwa Holz gewonnen werden könnten.

(dpo/wap) Mithilfe von sogenannten Zeolithen wollen Forschende des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Zürich Wege finden, Rohstoffe, die bisher aus Erdöl hergestellt werden, aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz, Mais oder Stroh zu gewinnen. Dies kündigten die beiden Institute am Montag in einer Mitteilung an. Von der Forschung erhoffe man sich einen Beitrag zu einer nachhaltigen Bioökonomie.

Zeolithen sind Verbindungen aus Silizium, Aluminium und Sauerstoff und werden heute unter anderem in Waschmitteln eingesetzt. Sie können als Katalysatoren eingesetzt werden: Mit ihrer Hilfe könnten organische Verbindungen aus Pflanzenmaterial in Chemikalien umgewandelt werden, die heute direkt aus Erdöl gewonnen werden, so die Hoffnung der Forscher. Von der Industrie dringend benötigte Rohstoffe könnten so bereitgestellt werden, ohne noch mehr Erdöl zu verbrauchen.

Bereits heute wird an Zeolithen geforscht. Doch gemäss den Wissenschaftern des PSI und der ETH steckt die Forschung in diesem Bereich in einer Sackgasse. Sie wollen sich wieder vermehrt den sogenannten klassischen Zeolithen widmen, die nur aus Silizium, Aluminium und Sauerstoff aufgebaut sind, und keine zusätzlichen Atome enthalten. Zu diesem Zweck stellt das Paul Scherrer Institut selber Zeolithe her und analysiert deren Strukturen, um sie so besser zu verstehen.

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