Energie
Fortschritt für die Sonnenenergie: Rekordwirkungsgrad für flexible Solarzellen

Wissenschafter der Empa haben einen neuen Wirkungsgradrekord von knapp 21,4 Prozent für biegsame CIGS-Solarzellen auf flexibler Polymerfolie erzielt.

Bruno Knellwolf
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Flexible CIGS-Solarzellen bestehen aus sehr dünnen Schichten und enthalten eine Halbleiter-Verbindung aus den Elementen Kupfer, Indium, Gallium und Selen.

Flexible CIGS-Solarzellen bestehen aus sehr dünnen Schichten und enthalten eine Halbleiter-Verbindung aus den Elementen Kupfer, Indium, Gallium und Selen.

Empa

Will die Schweiz bis 2050 ohne Öl auskommen, muss die Solarenergie massiv ausgebaut werden. Ein Dach oder eine Fassade ohne Solarmodule wird es dann kaum noch geben. Da hilft eine Entwicklung der Empa und der ETH: Eine Forschergruppe der Empa hat den Wirkungsgrad von flexiblen Solarzellen auf einen neuen Rekordwert angehoben. Flexible und leichte Solarmodule mit dieser Technologie eignen sich besonders für Anwendungen auf Dächern und Fassaden von Gebäuden, aber auch für Gewächshäuser, Transportfahrzeuge, Luftschiffe und tragbare Elektronik.

Verdoppelung des Wirkungsgrads flexibler Zellen

Diese Solarmodule haben zwar noch nicht den Wirkungsgrad von steifen, herkömmlichen Modulen. Der liegt bei den besten Solarzellen aus kristallinem Silizium bei 26,7 Prozent. Die flexiblen Solarzellen der Empa erreichen aber immerhin schon 21,4 Prozent, wenn sie Licht in elektrischen Strom umwandeln. Das ist ein Wirkungsgrad-Rekord dieser CIGS-Solarzellen, die mit einer Niedrigtemperatur-Verdampfungsmethode auf einer biegsamen Polymerfolie hergestellt werden. 1999 lag deren Wirkungsgrad noch bei 12,8 Prozent.

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