Fotografie

Mit dieser Kamera verschwinden Fotos nicht im Datenmeer

Ein Stück Nostalgie: Die Kodak Smile Classic Retrokamera.

Ein Stück Nostalgie: Die Kodak Smile Classic Retrokamera.

Retrokameras sind im Trend – doch was taugen sie wirklich? Unser Autor macht den Test.

Eine Kamera, die Bilder auf glänzendem Papier ausspuckt – das wirkt heute wieder so wundersam wie einst in den Siebzigern, als die ersten Sofortbildkameras auf den Markt kamen. Das neuste Modell heisst Kodak Smile Classic. Äusserlich gleicht es den Urahnen, technisch hat es sehr viel mehr drauf.

Es lässt sich via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und wird so zum Drucker für Handybilder. Selbstverständlich können die Sujets via App bearbeitet und etwa in Schwarz-Weiss umgewandelt werden. In einem beliebigen Bild können sogar Handyvideos versteckt werden: Beim Drucken werden die Videoinformationen ins Foto eingebettet; wird das Foto später mit App eingescannt, spielt das Smartphone das Filmchen ab.

Da uns heute digitale Spielereien im Überfluss zur Verfügung stehen, ist am Ende aber die Grundfunktion das Interessanteste: Fotos sofort in den Fingern zu halten. Nicht unbedingt, um sie in ein Album zu kleben, aber um das Enkelfoto direkt der Grossmutter in die Hand zu drücken und das mit Selbstauslöser geschossene Partybild an den Kühlschrank zu pinnen.

Der Schnappschuss-Faktor ist garantiert. Erstens, weil die Kamera einen weit grösseren Ausschnitt aufnimmt, als durch den Sucher zu sehen ist – das gibt unfreiwillige Fotobomben. Zweitens, weil der Druck auch hochaufgelöste Bilder in Polaroidoptik umwandelt. Es bleibt die Frage, ob wir uns bei aller Retroliebe wirklich die Bildqualität aus den Siebzigern zurückwünschen.

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