Tipp der Woche

Wohnungsbau in der Stadt: Wie geht gut und günstig und dicht?

Das Zwicky-Areal in Dübendorf

Das Zwicky-Areal in Dübendorf

Zu wenige und zu teure Wohnungen in den Städten. Was ist dagegen zu tun? Und wie? Dazu gibt es verschiedene Ansätze: Förderung von sozialem Wohnungsbau, Reduktion der Baukosten und schnelle Realisierung sind drei Wege. Oder man schraubt Bedürfnisse und Wünsche zurück – und baut wieder kleinere Wohnungen.

1929 wurde eine 48-m2-Wohnung für eine Familie mit drei Kindern als Modell entwickelt. 2017 bewohnte jeder Mensch in der Schweiz durchschnittlich 46 m2, die Wohnungen messen 99 m2. Dieser Mehrbedarf hat – neben Spekulationen – den Bauboom, die Zersiedelung und die Preise in den letzten Jahrzehnten primär angeheizt. In Asien ist der Bedarf viel, viel kleiner.

Wie könnte man ohne gewaltige Abstriche reduzieren? Wie gescheit verdichten? Im Buch von Sandra Hofmeister geben Essays und Projekte Anregungen: Wie man über soziale Wohnbaupolitik von Wien lernen könnte, wie neue Wohnformen und innovative Technologien Bauten verändern oder wie effizient vorfabrizierte Modulbauweisen sind und wie sich mit schlichtem Ausbau und günstigen Materialien gediegen und angenehm bauen lässt. Die fünfzehn Beispiele aus ganz Europa – von Amsterdam bis Zürich (im Bild das Zwicky-Areal in Dübendorf) – bieten Anregung in Bild, Text und Planmaterial. Die schön bebilderte Publikation funktioniert für Fachleute wie für Laien. 

Wohnungsbau. Kostengünstige Modelle für die Zukunft. Hg: Sandra Hofmeister. Edition Detail.

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