E-Bikes

Unter Strom auf zwei Rädern: E-Bikes bleiben gefragt

Auch beim Elektrorad ist nun Individualisierung gefragt – seis durch Accessoires, Farbe oder Rahmenform, wie hier beim Kompaktrad i:SY,das Flyer für junge urbane Biker lanciert (ab Fr. 3690.–).Peter Hummel

Auch beim Elektrorad ist nun Individualisierung gefragt – seis durch Accessoires, Farbe oder Rahmenform, wie hier beim Kompaktrad i:SY,das Flyer für junge urbane Biker lanciert (ab Fr. 3690.–).Peter Hummel

Der Velomarkt ist weiterhin elektrisiert. E-Bikes sind dieses Jahr in noch mehr Spielarten erhältlich. Dabei zeigt sich auch: Schweizer und Schweizerinnen stehen auf teuere Elektrovelos.

Gut, das Elektrovelo findet heute breite gesellschaftliche Akzeptanz, der E-Biker gilt längst nicht mehr als «behinderter» oder schwächlicher Fahrer. Dem «E-Boom» sei Dank: Bereits fast jedes sechste verkaufte Fahrrad in der Schweiz hatte letztes Jahr einen Elektroantrieb. Weil es sich inzwischen herumgesprochen hat, dass auch ein Strom-Pedaleur durchaus weiterhin seine Muskelkraft einsetzen darf (muss), lassen sich auch immer mehr «eingefleischte» Anti-Strom-Fahrer von den Vorteilen des Elektrorades überzeugen.

Keine Stau- und Parkplatzprobleme mehr

Doch wie kann der Automobilist, der gewohnheitsmässig seinen Arbeitsweg tagtäglich nur mit seinem Vier- oder gar Allrad zurücklegt (und statistisch gesehen unter 10 Kilometer im Durchschnitt) zum Wechsel aufs E-Bike bewogen werden? Hier läge nämlich die grosse Chance und der wirkliche Nutzen des Elektrobooms – erst bei einem spürbaren Umsteigeeffekt macht dieser Trend auch ökologisch Sinn.

Also stellen Sie sich einmal vor, Sie sind in der Lage, den Schlüssel an Ihrem Fahrrad herumzudrehen, in die Pedale zu treten, mit einer Beschleunigung wie vom Auto gewohnt davonzusausen und ohne Probleme einen Parkplatz zu finden. Aber emissionsfrei und meist erst noch schneller: Mit einer Geschwindigkeit von 45 km/h nehmen selbst längere Fahrten weniger Zeit in Anspruch, da wartende Kolonnen rechts stehen gelassen werden. Das ist E-Biken.

Schnelle Räder besonders gefragt

Die E-Welle wird in etwas abgeflachter Form auch dieses Jahr weiterschwappen. Die Anbieter sind nämlich daran, immer neue Nischen zu elektrisieren, nach den Cross- und Mountainbikes nun etwa Falt-, Liege- und Lastenräder. Das gegenwärtige Momentum ausnutzen wollen auch die Grossverteiler, die heuer mit günstigen «Markenprodukten» von 1000 bis 2000 Franken den Markt richtig aufmischen wollen. Und seis nur ein Bosch-Motor, der heute schon als ähnliche Gütereferenz herhalten muss wie vor Jahren eine Shimano-Schaltung.

Nur, die aktuellen Zahlen zeigen, dass der Schweizer Elektrokunde kaum günstig, sondern vor allem hochwertig fahren will: In keinem andern Land werden so viele Modelle der schnellen Klasse verkauft, die kaum unter 3500 Franken zu haben sind. Derzeit machen sie einen Viertel aus, mit stark steigender Tendenz.

Verbesserte Akkus

Das liegt auch auf der Hand: Die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h in der abgeriegelten, langsamen Klasse erreicht ein halbwegs sportlicher Fahrer auf einem leichten Stadtrad auch ohne Motor. Die notwendige Mofa-Einlösung ist kein grosses Handicap mehr. In dieser offenen Klasse wächst nicht nur die Nachfrage, sondern auch das Angebot am schnellsten. Erfreulich, dass da gleich mehrere Schweizer Produkte die Nase vorne haben, etwa Ibex, TDS, Flyer, Speedped, Specialized, Stöckli oder Stromer.

Den Schnellen zum Durchbruch verholfen haben vor allem auch die verbesserten Akkus, deren Kapazität heute bedürfnisgerecht gewählt werden kann. Selbst bei hoher Unterstützung sind heute Reichweiten erzielbar, welche weit über der täglichen Pendlerdistanz liegen. Mit einem E-Bike muss heute niemand mehr wegen leerer Batterie «am Berg» stehen!

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