Körperkult

Tätowiertes Gesicht und Augen, keine Ohren: «Andere malen auf ein Blatt Papier», sagt dieser Luzerner

Der Körper als Kunstwerk

Gilbert Schaffner fällt auf. Das führt immer wieder zu eigenartigen Begegnungen.

Schwarz tätowierter Kopf, schwarz gefärbte Augen und keine Ohren: Gilbert Schaffners Erscheinungsbild fällt auf. Der Luzerner hat sich nach seiner Pensionierung für ein «Black Out Tattoo» entschieden. In der Sendung «TalkTäglich» erklärt der 65-Jährige, wieso er seinen Körper zum Kunstwerk macht.

Anlässlich des 40. Geburtstags machte sich Gilbert Schaffner ein Geschenk mit Folgen: Er leistete sich ein Rückentattoo. Und das war der Auslöser für ein Projekt, das noch heute, 25 Jahre später nicht vollendet ist: Schaffner machte seinen Körper zum Kunstwerk.

Auffällige Veränderungen sind sein schwarz tätowierter Kopf, die schwarz tätowierte weisse Lederhaut der Augen, die fehlenden Ohrmuscheln. Die Sache mit den Tattoos erklärt er so: «Ich habe einfach weitergemacht, man wird süchtig.»

Die Idee mit den fehlenden Ohrmuscheln hat er im Internet entdeckt. «Das hat mir gefallen und dann habe ich so lange gesucht, bis ich jemanden gefunden habe, der mir meine Ohren entfernt hat.»

Zu den schwarzen Augen sagt er: «Das macht gar nicht weh, das sind drei bis vier Injektionen, die man eigentlich gar nicht spürt.»

Seinen Körper sieht der Luzerner als Kunstwerk. «Ist das auch ein Schutz für Sie?», fragt Moderator Hugo Bigi. Schaffner spricht mehr vom «Einrahmen». Oder eben vom künstlerischen Schaffen: «Die einen nehmen ein Stück Holz und schnitzen etwas daraus, die anderen malen auf ein Stück Papier.»

Und Gilbert Schaffner modifiziert seinen Körper. (smo)

Sehen Sie hier die Sendung TalkTäglich mit Gilbert Schaffner in voller Länge:

Der Körper als Kunstwerk

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