Crestasee GR

Graubünden ist nicht nur ein Paradies für Skifahrer, sondern auch für Liebhaber unberührter Natur. Ein ganz besonderes Juwel liegt an der östlichen Grenze zwischen Flims und Trin auf 844 Metern Höhe: der Crestasee. Von drei Seiten von Wald umgeben, besticht er durch eine atemberaubende Bergkulisse und kristallklares Wasser. Dass der „See am Waldgrat“ seine einzigartige Aura bewahrt hat, liegt nicht zuletzt daran, dass er nur durch einen kurzen Fussmarsch erreichbar ist.

Der Crestasee gehört zum Inventar der geschützten Naturdenkmäler des Kantons Graubünden. Er wird im Sommer beaufsichtigt und ist in dieser Zeit eintrittspflichtig.

Astanosee TI

Zwischen den Touristenmagneten Luganersee und Lago Maggiore befindet sich ein kleiner Badesee, an dem es wesentlich beschaulicher zugeht: der Astanosee (Laghetto di Astano). Der auf 600 Metern Höhe am südwestlichen Fuss des Monte Rogoria gelegene See begeistert vor allem Naturliebhaber.

Umgeben von Wald und teilweise mit Schilf bewachsen, wird die Liegewiese im Norden des Sees von einem Bach, der Lisora, durchquert. Das kleine Strandbad ist familienfreundlich, und auch Angler sind willkommen: Für zehn Franken kann ein Tagespatent gelöst werden. In der Sommerzeit werden regelmässig Konzerte veranstaltet.

Klöntalersee GL

Der Klöntalersee, der älteste Speichersee der Schweiz, ist durch einen Bergsturz entstanden. Mit einer Länge von rund fünf Kilometern und einer Breite von mehr als 200 Metern gehört er zu den grössten Glarner Seen. In seinem kristallklaren Wasser spiegelt sich die umliegende Berglandschaft: Südlich des Sees erhebt sich der Glärnisch, im Norden der Dejenstock.

Auf der Südseite des 848 Meter hoch gelegenen Natursees befindet sich ein Wanderweg. Überall gibt es schöne Liegewiesen. Das östliche Seeufer lockt mit lauschigen Badeplätzen und Feuerstellen. Übrigens: Wer nicht mit dem Auto unterwegs ist, kann im Sommer auch mit dem Postauto anreisen.

Oeschinensee BE

Der Oeschinensee liegt oberhalb von Kandersteg im Berner Oberland und wird östlich und südlich von den Dreitausendern Blüemlisalp, Oeschinenhorn, Fründenhorn und Doldenhorn eingerahmt. Er gehört zu den grösseren Bergseen der Schweiz und wurde 2007 ins UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen.

Wanderer können hier eine faszinierende und seltene Flora entdecken. Auch eine vielfältige Tierwelt lässt sich am Oeschinensee beobachten: Unter anderem sind hier Steinbock, Gämse, Murmeltier und Adler zu Hause.

Lützelsee ZH

Der Lützelsee bei Hombrechtikon im Zürcher Oberland ist ein Toteissee, entstanden also aus dem Rückzug eines Gletschers. Er liegt auf 500 Metern Höhe und steht seit 1983 unter Naturschutz. Um den See herum führt ein Rundweg. Das Baden ist nur in einem bestimmten Bereich rund um die Badeanstalt erlaubt. Bei Letzterer besteht außerdem die Möglichkeit, Boote zu mieten.

Der Lützelsee besticht durch seine einzigartige Landschaft: Er ist umgeben von Mooren und Kleinseen. Hier gibt es viele geschützte Tier- und Pflanzenarten zu bestaunen. Eine Besonderheit sind die „schwimmenden Inseln“ auf dem Lützelsee, die sich aus Schilfpflanzen bilden, die sich vom Ufer lösen.

Nussbaumersee TG

Der Nussbaumersee (auch Nussbommersee), der Hüttwilersee und der Hasensee sind die drei Endmoränengletscherseen des Thurgletschers. Ersterer ist vollständig für Besucher erschlossen: Es führt ein Fusspfad um ihn herum, ausserdem gibt es an drei Stellen offizielle Badestellen mit Grillplätzen. Wer allerdings ein Strandbad mit gastronomischem Angebot sucht, wird nur am benachbarten Hüttwilersee fündig.

Egelsee AG

Der Egelsee im aargauischen Bergdietikon – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Moorsee im Zürcher Oberland – liegt in einem wunderschönen Naturschutzgebiet. Trotz seiner beschaulichen Ausmasse gilt er als der grösste Natursee im Kanton Aargau.

Das Baden ist nur an zwei Stellen zulässig. Es gibt keine Verpflegungsmöglichkeiten. Erreichbar ist der Egelsee allein zu Fuss. Eine Sage erzählt übrigens, dass sich auf dem Seegrund die Ruine einer alten Ritterburg befindet.

Caumasee GR

Nein, ein Geheimtipp ist der Caumasee südlich von Flims nicht: Er gilt als einer der bekanntesten Schweizer Berg-Badeseen. Die Liebe zum Bündner See hat drei Hauptgründe: sein türkisblaues Wasser, die grandiose Bergkulisse und die verhältnismässig hohe Wassertemperatur. Letztere verdankt der Caumasee seinem unterirdischen Zufluss.

Der See liegt windgeschützt in einer Mulde und ist von Bäumen umgeben. Erreichbar ist die „Perle von Flims“ zu Fuss, mit dem Velo oder per Standseilbahn.

Lac de Champex VS

Die Romands nennen den Ort wegen seines Sees, seines Walds und den Holzchalets auch „das kleine Kanada der Schweiz“. Der Alpensee, auf 1.467 Metern Höhe gelegen, ist rund 500 m lang und 200 m breit. Während sich am Nordufer das Dorf befindet, ist der südliche Seeteil von Wald umgeben.

Wer nicht baden möchte, kann den See auch bei ­einem Spaziergang umrunden – Dauer: rund 45 Minuten. Für eine Ausfahrt auf dem See können Ruderboote und Pedalos gemietet werden.

Seealpsee AI

Der kleine See am Fusse des Säntis ist nur etwas für Hartgesottene: Er ist ausschliesslich in einem einstündigen, teilweise sehr steilen Fussmarsch von Wasserauen aus zu erreichen. Und: Sein Wasser ist das ganze Jahr über eiskalt. Wer das Wasser scheut, kann auch ein Ruderboot mieten und die landschaftliche Idylle geniessen. Zwei Berggasthäuser sorgen fürs kulinarische Vergnügen.

Murtensee FR/VD

Er besitzt einen der wenigen Natursandstrände der Schweiz: der Murtensee, französisch Lac de Morat. Der über einen Kilometer lange Strand befindet sich in Salavaux und beherbergt viele schattenspendende Bäume.

Der See, dessen namensgebende Stadt am Südufer liegt, ist 8,2 km lang und 2,8 km breit. Er ist damit nach dem Neuenburgersee und dem Bielersee der kleinste der drei grossen Schweizer Jurarandseen. Wassersportfans bietet er allerhand: Unter anderem gibt es eine Segel-, eine Surf- und zwei Wakeboardschulen.