Gesundheit

Sitzen im Homeoffice: Die nächste Position ist immer die beste

Wenn zuhause ein richtiger Bürostuhl fehlt, muss man besonders auf die Sitzposition achten.

Wenn zuhause ein richtiger Bürostuhl fehlt, muss man besonders auf die Sitzposition achten.

Wegen der Corona-Epidemie arbeiten viele im Homeoffice. Ohne Kollegen, ohne Kantine und auch ohne den gewohnten Bürostuhl. Es ist kein Wunder, dass immer öfter von Nacken- und Rückenschmerzen zu hören ist. Sieben Tipps wie Sie diese vermeiden.

Laptop-Arbeit: Der Monitor von der Tastatur trennen

Mit dem Laptop zuhause kann man sich aufs Sofa lümmeln. Besser ist aber, man stellt den Laptop auf einen stabilen Tisch. Und schliesst Monitor, Maus und Tastatur separat an. Denn der klassische Laptop provoziert eine gekrümmte Körperhaltung.

Obere Monitorkante auf Augenhöhe

Die Oberkante des Monitors sollte auf Augenhöhe sein. Sonst wird der Nackenbereich ungünstig belastet. Die optimale Kopfhaltung ist leicht geneigt nach unten.

Auf rechte Winkel achten

Kniegelenk, die Hüfte zwischen Oberschenkel und Rumpf und das Ellbogengelenk zwischen Ober- und Unterarm sollten halbwegs den 90-Grad-Winkel erreichen. Dies sorgt für Entlastung der Muskeln und Gelenke.

Nicht auf dem Stuhl erstarren

Ein traditioneller Satz der Büro-­Ergonomie lautet: Die nächste Sitzposition ist immer die beste. Die Sitzhaltung sollte also immer wieder gewechselt werden. Was auch mal bedeuten kann, dass man sich vorne auf die Stuhlkante setzt oder auch mal wie ein gelangweilter Pennäler auf dem Stuhl fläzt.

Der Sitzball ist keine Dauerlösung

Für das bewegliche Sitzen werden immer wieder Sitzbälle und aufblasbare Sitzauflagen vorgeschlagen. Doch in Studien hat sich gezeigt, dass für eine längere Arbeitszeit Stühle mit einem stabilen Stand erforderlich sind. Sitzbälle im Dauergebrauch ermüden die Muskulatur. Das fördert eher die Muskelverspannung, anstatt sie abzubauen.

Für Unbequemlichkeiten sorgen

Telefon, Laptop, Akten, Kaffeetasse, Schokolade – alles auf dem Schreibtisch? So bewegt man sich noch weniger als im normalen Büroalltag. Henner Hanssen vom Departement Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel rät daher, «bewusst Unbequemlichkeiten im Homeoffice einzustreuen». Beispielsweise sein Telefon, den Drucker und die Akten an Orten zu deponieren, für deren Erreichen man aufstehen und sich strecken muss. «Man kann auch generell im Gehen telefonieren.»

Auch zuhause Sport einstreuen

Um dem Bewegungsmangel des Homeoffice entgegenzuwirken, kann man – am besten alle zwei Stunden – eine Pause für sportliche Aktivitäten einlegen. «Kraftübungen etwa kann man mit dem eigenen Körpergewicht ausführen», betont Hanssen.

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