Pflanzen-Tipp

Sie lieben die Sonne und brauchen kaum Wasser: Fünf Pflanzen, die perfekt sind für die Sommerhitze

© Silvia Schaub

Unsere Autorin verrät, wie Sie ihren Garten hitzetauglich machen und welche Pflanzen sich dafür am besten eignen.

Gartenbesitzer kennen das ungute Gefühl, wenn es um die Ferienplanung geht. Soll man tatsächlich im Juli und August verreisen? Dann, wenn die Pflänzchen es am nötigsten hätten, regelmässig gewässert zu werden? Klar kann man Freunde oder Nachbarn fürs Giessen aufbieten. Aber ehrlich gesagt klappt das meist nicht so toll, und ausgerechnet die Lieblingsstauden sehen danach ziemlich mitgenommen aus.

Doch selbst wenn während einer Hitzewelle über Wochen kein Wasser vom Himmel fällt, muss es nicht zum Super-GAU im Garten kommen. Die richtige Planung hilft, Trockenperioden unbeschadet zu überstehen – in Zeiten des Klimawandels wird das noch wichtiger.

Statt Steinwüsten, welche die Temperatur noch mehr aufheizen, sorgt die Pflanzung von Bäumen für genügend Beschattung des Bodens. So brauchen die darunter wachsenden Pflanzen weniger Wasser. Auch mit Bodendeckern und dem Bedecken von offener Erde mit Mulchmaterial kann das erreicht werden. Sie halten den Boden feucht und machen den unbeliebten Beikräutern das Leben schwer.

Wassersünder ist der Rasen

Für die Kübelpflanzen verwenden Sie am besten glasierte Tontöpfe. Sie halten das Wasser besser zurück. Falls Sie den Garten trotzdem wässern müssen, verzichten Sie auf Wassersprinkler oder Kreisregner, da können die Wassertropfen schon in der Luft verdunsten. Sinnvoller ist ein Tröpfchenbewässerungssystem am Boden, aus dem das Wasser direkt in die Erde rinnt.

Wahre Wassersünder sind übrigens Rasenflächen. Wenn Sie also einen möglichst wassersparenden Garten haben wollen, reduzieren Sie die Fläche des Rasens. Abgesehen davon gibt es Spannenderes im Garten, als einfach Gras zu betrachten. Mit blühenden Staudenbeeten, Wildwiesen oder Gehölzen bieten Sie dem Auge mehr. Und mit der richtigen Pflanzenwahl am passenden Standort können Sie dazu beitragen, dass Ihr Garten oder der Balkon nicht dauernd gegossen werden muss. Fünf Pflanzen sind besonders sonnenhungrig und gelten als Trockenkünstler.

1. Ringelblume

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Manche finden sie eine Plage. Ringelblumen (Calendula officinalis) sind sehr genügsam, pflegeleicht und kommen jedes Jahr wieder, wenn man sie einmal im Garten hat. Für manche sind sie aber ein Segen, weil sie sich auch erfolgreich gegen Schnecken oder Mäuse wehren. Dazu sind ihre orangen Blüten ein schöner Anblick und noch dazu sehr lecker und dekorativ im Salat oder im Risotto. Und verarbeitet zu einer Salbe ist die Ringelblume ideal um Wunden zu behandeln.

2. Lavendel

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Der beliebte mehrjährige Halbstrauch aus dem Mittelmeerraum ist Wärme gewohnt und braucht kaum Wasser. Ihre meist violettblauen Blütenstände riechen angenehm und erinnern uns an Sommer. Man kann Lavendel (Lavandula officinalis) im Beet als Rabatte setzen oder als Solitär in einem Topf. Im Winter sollten sie geschützt stehen, dann brauchen sie auch hin und wieder etwas Wasser. Ansonsten lieben die Lavendelpflanzen die Sonne. Sie sollten regelmässig geschnitten werden, damit sie nicht verholzen, idealerweise nach der Blüte im August, dann treiben sie im nächsten Jahr wieder voll aus.

3. Fetthenne

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Sie ist mit ihren fleischigen rundlichen Blättern ein Trockenspezialist. Die Fetthenne (Sedum) speichert darin das Wasser. Kein Wunder, dass sie problemlos lange Trockenperioden übersteht. Sie sind Alleskönner: Es gibt ein- und mehrjährige Arten, darunter immergrüne Vertreter, sowie Halbsträucher und Sträucher und auch bodendeckende Sorten. Der Verein Jardin Suisse, der die Interessen der Unternehmen des schweizerischen Gartenbaus wahrt und fördert, hat die Fetthenne gerade zur «Pflanze des Jahres» gekürt. Nicht zufällig: Sie ist eine klimafeste und dazu insektenfreundliche Pflanze.

4. Salbei

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Ebenfalls wärme- und trockenresistent ist die Salbei (Salvia). Viele kennen den Salbei als Küchenkraut – entweder für Saltimbocca oder als Heilkraut gegen Halsschmerzen. Daneben gibt es auch eine grosse Auswahl an schön blühendem Ziersalbei, welcher auf den Balkon oder im Garten bezaubernde Farbakzente setzen.

5. Wollziest

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Sie sehen mit ihren Härchen fast aus wie Tierohren. Die Haare auf den Blättern des Wollziehst (Stachys byzantina) sorgen dafür, dass wenig Wasser verdampft. Dank ihrem silbrigen oder grauen Laub reflektieren sie das Sonnenlicht, wodurch sie sich weniger aufheizen. Deshalb kommen sie in trockenen Zeiten ohne viel Wasser über die Runden.Sonnenhungrig und gar nicht trinkfreudig

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