Insgesamt 29 Milliarden Franken spucken die über 7000 Schweizer Geldautomaten jährlich aus. Geld zu jeder Zeit und fast überall – das war vor 50 Jahren eine Sensation. «Weil: Auf einmal kam aus der Wand Geld heraus», sagt UBS-Historiker Christian Leitz. 

Den ersten Bankomaten nahm die Schweizerische Bankgesellschaft, kurz SBG, am 1. November 1967 an der Zürcher Bahnhofstrasse in Betrieb. Ausgesehen hat er nicht gross anders als heute. Doch seine Funktionsweise mutet rückblickend recht kompliziert an.

Vor dem Geldbezug an den Schalter

Vor dem Geldbezug musste am SBG-Schalter eine Lochkarte, die sogenannte Bargeldkarte, bezogen werden. Mit dieser und einem persönlichen Zahlencode konnte man dann das Geld beziehen. 

Inzwischen hat der Bankomat nicht nur von Debit- und Kreditkarten Konkurrenz bekommen, auch mit dem Handy kann man heutzutage bargeldlos bezahlen. Laut dem UBS-Historiker wird es in der Schweiz weiterhin Bankomaten geben.

Für viele sind diese dennoch bereits ein Auslaufmodell, wie eine Umfrage am Zürcher Paradeplatz ergab. «Wenn immer möglich bezahle ich mit Karte – das Portemonnaie mit vielen Nötli ist für mich Schnee von gestern», sagt etwa ein Passant. (smo)