Für Claudia Salzmann ist klar: So kann es nicht mehr weitergehen. Ihre 16 Wochen alte Spaniel-Hündin Alice hat Trennungsangst. Immer dann, wenn sie nicht zur ihrer Halterin kann, beginnt sie zu kläffen.

«Ich denke, das nervt das ganze Umfeld», so die Hundehalterin in der Sendung «tierisch». «Wenn der Hund bellt, heisst es sofort, man habe ihn nicht im Griff.»

Belohnungen gegen das Kläffen

Mithilfe von Eveline Schönthal will Salzmann ihrer Hündin das Bellen abgewöhnen. Die Hundetrainerin aus Utzenstorf BE arbeitet in diesem Fall mit Belohnungen. Immer dann, wenn Alice nicht bellt, gibt es von Frauchen Leckerli und Aufmerksamkeit.

Laut Eveline Schönthal ist es wichtig, den Hunden das Bellen früh abzugewöhnen. Damit sich die unliebsame Angewohnheit zu sehr einprägt. Und: «Junge Hunde lernen schneller als ältere.»

Spannung aushalten lernen

Die Hundetrainerin hat selbst eine bellende Hündin zuhause. Mischling Laila bellt in jeder Situation und am liebsten stundenlang.

Bei ihr arbeitet Eveline Schönthal an der Impulskontrolle. Die Hündin soll Spannungen besser aushalten können – etwa, wenn es das Leckerli nicht gleich sofort gibt.

«Wenn ich schimpfe, belle ich mit»

So oder so: Wenn eine Übung gelingt, gilt es den Hund zu belohnen. Und wenn etwas nicht klappt, sollte der Hundehalter die Nerven behalten und ein gutes Vorbild sein. «Wenn ich mit ihr schimpfe, belle ich ja mit», so Expertin Schönthal.

Laut der Hundetrainerin reicht es, täglich zwei Minuten mit einem bellenden Hund zu trainieren. Danach braucht dieser eine Pause an einem ruhigen Ort, an dem er sich wohl fühlt. (smo)

Die Sendung «tierisch» auf Tele M1 und Tele Züri macht Sommerpause und zeigt noch bis am 11. August die besten Tiergeschichten aus dem vergangenen Jahr.