Darf der Hund mit ins Schlafzimmer? Und darf er sogar mit ins Bett? Ein Wissenschaftlerteam der Mayo Clinic in Arizona hat sich der Frage aus Sicht der Schlafforschung angenommen. Demnach wirkt ein Hund im Schlafzimmer wie Baldrian auf vier Pfoten – sofern er nicht im Bett von Herrchen oder Frauchen liegt. Das Forscherteam fand heraus: Wer die Nacht mit seinem Hund in einem Bett verbrachte, fand schlechter in Morpheus’ Arme. Nur für die Hunde konstatierte Studienleiterin Lois Krahn: «Sie schlummerten so tief wie sonst.»

Die Halter schliefen aber besser, sofern sie ihre Vierbeiner nur ins Zimmer holten. Dann stieg ihre Schlafeffizienz auf mehr als 83 Prozent. Durchschnittlich schlafen Erwachsene 81 Prozent der Zeit, die sie im Bett verbringen. «Die Anwesenheit des Hundes wirkt sich also keineswegs negativ auf den Schlaf aus», resümiert Krahn. Die Ergebnisse relativieren den üblichen Ratschlag von Ärzten, kein Haustier ins Schlafzimmer zu lassen. Viele tun es dennoch. Meist schlicht deshalb, weil sie es versäumt haben, dem Hund den exklusiven Schlafplatz zu verbieten. Und wenn der sich dann erst einmal daran gewöhnt hat, will er partout nicht mehr davon lassen.