Spiel

Mit dem Monopoly-Speed werden nicht nur Kinder zu kleinen Börsianern

Die Uhr des Monopoly-Speed-Sets.

Die Uhr des Monopoly-Speed-Sets.

Für Leute, die zu busy sind für normale Brettspiele, ist Monopoly-Speed perfekt. Dank dem hohen Tempo ist es besonders witzig.

Feurig, von kapitalistischem Furor getrieben, immer das Feld «Zürich Paradeplatz» im Visier, so sind wir vor dem Monopoly-Brett gesessen. Mit dem Ziel, die Mitspieler fertigzumachen und in den Konkurs zu treiben. Gierig wurden Grundstücke, Häuser und Hotels zusammengerafft. Über Stunden, Tage.

Viel zu lang in unseren zwar nicht weniger dem schnöden Mammon verschriebenen, aber schnelllebigeren Zeiten. Für Eilige gibt es deshalb nun Monopoly Speed. Dabei wird mit höchstens vier Spielern vehement auf Tempo gespielt. Eine Spieluhr gibt den Takt vor und klingelt unerbittlich, um die nächste Runde einzuläuten und die Monopoly-Spieler in immer kürzeren Intervallen zur Eile anzutreiben.

Nichts mehr da mit langen Abwägungen, ob man das Hotel auf dem Paradeplatz nun kaufen soll oder nicht. Das fällt sowieso dahin, weil es Hotels und Häuser im neuen Monopoly Speed gar nicht mehr gibt. Alles dreht sich um die Grundstücke, von denen so viele wie möglich errungen werden sollen. Denn damit steigt das eigene Kapital an, dessen Höhe am Schluss des Spiels über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Gejagt von der Spieluhr, würfeln nach der ersten Fanfare alle Spieler gleichzeitig, um so schnell wie möglich auf die Grundstücke zu gelangen und sie zu kaufen. Zwischendurch darf gehandelt werden wie im alten Monopoly. Allerdings sehr gehetzt, so wie man sich den modernen Banker auf dem Paradeplatz vorstellt. Ein Spass, der tatsächlich höchstens zehn Minuten dauert.

© CH Media

Autor

Bruno Knellwolf

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