Tiere

Jedes Tier schläft anders – Schweizer Forscher haben 29'000 Schlafstellungen festgehalten

Meerschweinchen, Kaninchen und andere Nager schlafen vorzugsweise in Brustlage. (Archivbild)

Stehend, liegend, sitzend, lehnend – Säugetiere können sehr unterschiedliche Positionen einnehmen, wenn sie zur Ruhe kommen. Ein Forscherteam der Universität Zürich hat die Hauptursachen dafür gefunden.

Die Schweizer Wissenschafter haben 253 Tiere in Zoos beim Schlafen beobachtet und über 29 000 Schlafstellungen festgehalten.

Die Forscher fanden nur einen einzigen Rückenschläfer: das Riesenkänguru. Was sich daraus erklärt, dass dieses Beuteltier in seiner Heimat Australien praktisch keine Feinde hat: Wer nichts zu befürchten hat, kann beim Schlafen auch eine Position einnehmen, aus der das Aufstehen relativ lange dauert. Nicht umsonst sieht man die Rückenlage auch öfter bei Hun- den und Katzen.

Demgegenüber sind Pferde und Giraffen – zumindest gemäss ihrer natürlichen Herkunft – von Raubtieren bedroht. Sie sind auch ziemlich gross, weswegen es im Notfall viel zu lange dauern würde, aus dem Liegen in die Senkrechte zu kommen, um wegrennen zu können. Sie schlafen daher vorzugsweise im Stehen.

Meerschweinchen, Kaninchen und andere Nager schlafen hingegen vorzugsweise in Brustlage. «Je kürzer der Abstand der Körpermitte zum Boden ist, desto eher legen sich die Tiere hin», betonen die Forscher. Wobei: Auch Elefanten legen sich gerne hin. Wenn die Dickhäuter jedoch älter werden, meiden sie diese Position. Sie suchen nach einem Baumstamm, einem Hügel oder einer Wand, um sich anzulehnen. (zi)

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