Guide Michelin

Gourmet-Sterne für die Region Basel

Die Schweizer Spitzengastronomie boomt weiter. 18 Restaurants werden neu mit einem Stern ausgezeichnet, vier davon alleine in der Region Basel.

Sind wir Schweizerinnen und Schweizer tatsächlich ausgesprochene Geniesser? Und vielleicht sogar mit einem Feinschmecker-Gen gesegnet? Gut möglich. Denn die Schweiz hat mit 117 Adressen im Guide Michelin die höchste Sterne-Dichte Europas. Dies sind fast 40 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren.

Auch Ralf Flinkenflügel, Chefredaktor des Gastro-Führers, zeigt sich beeindruckt. «Dabei haben wir die Kriterien überhaupt nicht verändert», meint der Deutsche süffisant. Tatsächlich sei aber in der Schweiz eine grosse Nachfrage nach hochstehender Gastronomie vorhanden, «sonst könnten Restaurants auf Dauer gar nicht überleben». Dazu kommt, dass es hierzulande viele Köche mit einer sehr guten Ausbildung gibt. «Und man spürt, dass sie unglaublich viel Spass an ihrer Arbeit haben», stellt er fest.

Trend zu lockerem Ambiente

Als dritten Punkt nennt Flinkenflügel den Trend hin zum kulinarischen Genuss in lockerem Ambiente. Auf ihren Fahrten für die Ausgabe 2015 halten die Michelin-Inspektoren auch die Augen offen für aktuelle Entwicklungen in der Gastronomie. Und so stellten sie fest, dass der heutige Gast gerne in legerem, zwanglosem Ambiente geniessen möchte.

Wie zum Beispiel im «Schlüssel» in Oberwil oder im Landgasthof Talhaus – Puro in Bubendorf. Diese beiden Restaurants werden im Guide Michelin 2015, der ab Donnerstag in den Handel kommt, neu mit einem Stern aufgeführt. Mit dem «Les Quatre Saisons» in Basel und Philippe Bamas – Restaurant Sonne in Bottmingen kommen noch zwei Häuser aus der Region Basel dazu und machen die Nordwestschweiz zum grossen Aufsteiger dieses Jahres.

Auch beim «Bib Gourmand» hält der Aufwärtstrend an. Diese Auszeichnung empfiehlt Gasthäuser, die sorgfältig zubereitete Mahlzeiten zu einem besonders guten Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten. Ein 3-Gang-Menü ist hier bereits für 65 Franken erhältlich.

Allein 31 Restaurants wurden neu in die rote Ess-Bibel aufgenommen. Darunter sind zum Beispiel der Hirschen Erlinsbach, die Linde Fislisbach, das Central in Safenwil, der Landgasthof Ochsen in Wölflinswil und das Chappeli in Grenchen. Gute Küche muss also nicht unbedingt teuer sein.

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