Dies ist jedoch kein Grund, deinen Radiowecker gleich in den Elektroschrott zu werfen. Der Fehler liegt nicht an den Geräten selber, das Problem ist eine Energieknappheit im europäischen Stromnetz. 

Wie kam es dazu?

Im Gegensatz zu anderen Uhren verfügen Uhren in Elektrogeräten nicht über einen eigenen Taktgeber. Die Uhren richten sich nach Impulsen aus dem Stromnetz. Im Normalfall beträgt die Standardfrequenz im europäischen Netz 50 Hertz, was 50 Schwingungen des Wechselstroms pro Sekunden entspricht. 

Wird diese Frequenz nicht stabil gehalten, gehen die Uhren in elektrischen Geräten vor beziehungsweise nach. 

Und genau dies ist passiert: Seit Mitte Januar besteht im europäischen Netz eine Unterversorgung, wie die NZZ schreibt. Demnach stieg das Defizit seither laufend an und beträgt derzeit rund 350 Sekunden. Dies ist aussergewöhnlich, normalerweise kommt es lediglich zu Abweichungen von wenigen Sekunden.

Wie gross das Defizit gerade ist, kannst du auf der Homepage von Swissgrid live mitverfolgen. 

Wie der zuständige Verband ENTSO-E schreibt, gibt es momentan Probleme mit einem Lieferanten in das europäische Verbundnetz. Um welchen Lieferanten es sich handelt, wird nicht bekannt gegeben. 

Achtung: Falls du deine Uhr bereits sechs Minuten vorgestellt hast, läuft diese zurzeit zwar wieder richtig. Sobald das Problem jedoch wieder behoben und der Rückstand aufgeholt ist, geht deine Uhr plötzlich sechs Minuten voraus. (cma)