Die Schweiz hat alles, was das Ferienherz begehrt: eine atemberaubende Bergwelt, malerische Landschaften und traumhafte Seen. Ob Hiking, Trekking oder Montainbiking in Graubünden, ob Sonnenbaden im Tessin oder Skifahren im Wallis – die Schweiz bietet vom Bodensee bis zum Genfer See, vom Jungfraujoch bis ins Tessin ein vielfältiges Programm für Gross und Klein. Doch wie wohnt man am besten während der Ferien in der Schweiz?

Es ist nicht nur eine Frage des Geldes, ob ein Hotel oder eine Ferienwohnung die bessere Wahl ist. Das Feriengefühl ist ein ganz anderes: Möchten Sie sich um nichts kümmern müssen, tagtäglich ein sauberes Zimmer haben, jeden Morgen ein frisches Frühstücksbuffet geniessen und womöglich alle paar Tage weiterreisen? Dann fahren Sie mit einem Hotelzimmer am besten. Auch für kürzere Städtereisen liegt die Wahl eines Hotels auf der Hand: Es liegt oft zentral, sodass für die Sightseeing-Tour keine lange Anreisezeit eingeplant werden muss.

Möchten Sie hingegen länger an einem Ort bleiben, flexibel sein, selbst kochen und eventuell sogar einen Garten zum Grillen haben? Möchten Sie die authentische Schweiz in einem charmanten Tessiner Rustico, einem typischen Appenzeller Haus oder einem jurassischen Bauernhof erleben? Oder haben Sie Kinder, die sich austoben wollen? Dann mieten Sie eine Ferienwohnung.

Ferienwohnung oder Hotel – was ist günstiger?

Günstige Ferien in der Schweiz zu verbringen ist nicht einfach – aber es ist möglich. Auch wenn die Annahme nicht verallgemeinerbar ist, dass eine Übernachtung in einer Ferienwohnung generell günstiger ist als in professionellen Beherbergungsbetrieben: Preiswerte Ferien sind hierzulande allein in einer Ferienwohnung möglich. Vor allem wer mehrere Tage bleibt und zu mehreren Personen reist, zahlt weniger als im Hotel. Hotelzimmer in der Schweiz sind teuer, was vor allem an den hohen Personal- beziehungsweise Lohnkosten liegt. Wer keine Luxuswohnung braucht und mit einer einfachen Bleibe zufrieden ist, fährt mit einer einfach ausgestatteten Ferienwohnung günstiger.

Für Kurzaufenthalter gilt diese Regel jedoch nicht. Denn viele Ferienwohnungen sind nur wochenweise zu mieten. Und auch wenn nicht: Wer ein Apartment oder ein Haus für nur kurze Zeit mietet, muss üblicherweise gleichwohl den vollen Betrag für die Endreinigung berappen. Häufig werden auch Bettwäsche, Handtücher und Parkplatz in Rechnung gestellt – was für einen Hotelgast meist inklusive ist.

Skiferien in der Schweiz

In der Skisaison strömen zahlreiche Touristen in die Schweizer Touristenregionen – nach Zermatt, Adelboden oder St. Moritz. Sollten Sie überhaupt noch ein Hotelzimmer ergattern, ist der Preis selbst für ein Dreisternehotel horrend. Ganz zu schweigen von den Kosten für das tägliche Essen auf der Piste oder im Restaurant. Wer es nicht scheut, selbst zu kochen und abzuwaschen, für den lohnt sich eine Ferienwohnung.

Allerdings müssen Sie sich früh um eine Ferienwohnung bemühen: In beliebten Gegenden sind Apartments bereits ein Jahr vorher ausgebucht – auch aufgrund von Stammgästen, die den Vorzug bekommen. Finanziell lohnt es sich ebenfalls oft, früh zu buchen: Im Gegensatz zu Hotelzimmern, die oft mit Last-Minute-Preisen locken, profitieren Sie bei Ferienwohnungen manchmal von einem Frühbucherrabatt.

Wanderferien in der Schweiz

Im Sommer ist der Unterschied zwischen Hotel und Ferienwohnung noch grösser als im Winter, wo man sich einen Grossteil des Tages auf der Skipiste befindet und abends todmüde ins Bett fällt. Ein Wanderurlaub in einem romantischen Chalet im Berner Oberland wird in Erinnerung bleiben, ein Badeurlaub in einem heimeligen Tessiner Rustico authentischer sein als jeder Hotelaufenthalt. Denn nicht nur die Wohnung selbst, sondern auch die Natur in der Umgebung ist ein Genusserlebnis. So gehört zu vielen Tessiner Häusern ein Gärtchen mit den typischen Steintischen, an denen man den Abend ausklingen lassen kann.

Auch für einen Aufenthalt im Sommer sollte man sich rechtzeitig auf die Suche nach einer Unterkunft machen – besonders wenn Sie eine Berghütte oder ein Rustico mieten möchten. Die Schweizer sind eine Wandernation und verbringen die Ferien gern im eigenen Land. Und das vorzugsweise in den Bergen oder in der sogenannten Sonnenstube der Schweiz, dem Tessin.

Dauermiete in der Schweiz

Wer immer wieder am gleichen Ort Ferien macht, kann sich überlegen, eine Ferienwohnung dauerhaft zu mieten. Vorteil: Das Apartment oder das Haus ist sicher frei. Auch ein spontaner Besuch ist jederzeit möglich. Auf dem Land in Deutschland, Frankreich oder Italien gibt es immer wieder lockende Angebote.

In der Schweiz lohnt sich eine Dauermiete finanziell jedoch kaum. Die Mietpreise sind einfach zu hoch – und das auch in abgelegenen Gegenden. Selbst bei einem grosszügigen Rabatt müssen Sie einiges an Aufwendungen leisten.

Fazit

Ferien in der Schweiz müssen nicht zwangsläufig teuer sein. Ein kleines Häuschen mit Platz für sechs Personen ist – wohlgemerkt in der Skisaison – schon für wenige Hundert Franken pro Woche zu mieten, wenn auch nicht direkt an der Piste. Wer in der Nebensaison eine Unterkunft zur Miete sucht, wird sogar für noch weniger Geld fündig. Für diesen Preis wird nur selten ein Hotelzimmer angeboten – und schon gar nicht für mehrere Personen.

Wer kurzfristig buchen möchte, wird mit einer Ferienwohnung nur selten glücklich. Stornierungen kosten in der Regel und das Angebot ist beschränkt – nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Zumindest wenn er eine günstige Wohngelegenheit sucht.