Bergsteigen

Extrem! Sieben Viertausender in weniger als einem Tag

Wahnsinn: Speed-Bergsteigen im Aletschgebiet.

Wahnsinn: Speed-Bergsteigen im Aletschgebiet.

Zwei Bergsteiger – ein Schweizer und ein Franzose – bezwangen auf Tourenskis alle sieben Viertausender des Aletschgebietes in nur 20 Stunden. Jetzt gibt es das spektakuläre Video zur Extrem-Tour.

Das war nicht einfach eine  Skitour, das war Speed-Skibergsteigen, was Bernhard «Beni» Hug und Tony Sbalbi da gemacht haben.

Gleich sieben Berggiganten der Schweizer Alpen haben sich die zwei Ausdauersportler vorgenommen: 

Ihre Tour begann am Jungfraujoch auf 3428 Metern über Meer. Von dort stiegen sie zum Mönch auf 4108 Meter auf. Nächster Gipfel war die Jungfrau mit 4156 Metern über Meer, dann folgten Gross Grünhorn (4051 MüM), Gross Fiescherhorn (4051 MüM), Hinter Fiescherhorn (4032 MüM) und Finsteraarhorn (4270 MüM). Von dort ging es hinunter zum tiefsten Punkt der Tour, dem Aletschgletscher auf 2340 Meter über Meer. Zum Abschluss folgte der längste Aufstieg des Projekts auf das Aletschhorn, dessen Spitze auf 4210 Metern über Meer ist. 

Da bleibt einem schon beim Lesen die Luft weg. 

Zwei Elite-Sportler

Der 42-Jährige Berner Beni Hug ist Trainer im Bereich Leistungssport bei Swiss Olympic, zudem gehört er zum Trail-Running-Team des Schwizer Bergsportausrüsters «Mammut».

Der 46-Jährige Franzose Tony Sbalbi ist Bergführer und Trainer der Elite-Nationalmannschaft im Bereich Skitourenrennen vom Schweizer Alpen Club (SAC).

Die beiden Extrem-Sportler Beni Hug und Tony Sbalbi.

Die beiden Extrem-Sportler Beni Hug und Tony Sbalbi.

7000 Höhenmeter, 65 Kilometer

Ihre Rekord-Tour starteten die beiden Ausdauersportler nach «langfristiger Planung», wie Mammut mitteilt, am 10. Mai um 00:00 Uhr.

In nur 20 Stunden bewältigten sie auf ihren Tourenski insgesamt 7000 Höhenmeter und eine Strecke von rund 65 Kilometer.

In der Nacht ging es los ...

In der Nacht ging es los ...

Das klingt hart. Ist es auch.

Die grösste Herausforderung war es laut den beiden Rekord-Sportlern, die vielen Grate trotz zunehmender Müdigkeit möglichst effizient und sicher zu begehen.

«Ein besonders kritischer Punkt war die Haslerrippe am Aletschhorn, da sich der obere Teil der Rippe als schlecht eingeschneit herausstellte. Dadurch mussten wir auf dem mit Geröll durchsetzten Kamm ausweichen, wo wir nicht immer guten Tritt fanden», zitiert «Mammut» seinen Athleten Beni Hug.

Sein Kollege Tony Sbalbi hatte nach dem Finsteraarhorn mit Krämpfen und einem Leistungsabfall zu kämpfen.

Nach allem, was die Berge den beiden abverlangt hatten, waren denn auch die Profis überglücklich, als sie den letzten Gipfel erreichten. Wie sie dies feierten, ist nicht überliefert.

Endlich: Die beiden Rekord-Sportler auf dem Aletschhorn.

Endlich: Die beiden Rekord-Sportler auf dem Aletschhorn.

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