Entwicklung

Eltern erforschen ihre Kinder wissenschaftlich – mit App der Uni Zürich

. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Eine App der Uni Zürich hilft Eltern die Entwicklung ihrer Babys zu beobachten: Und liefert den Forschenden interessante Daten.

Das erste Lächeln, das erste Wort, die ersten Schritte– nicht alle Entwicklungsschritte eines Kindes sind so einfach zu erkennen. Psychologinnen und Psychologen der Uni Zürich haben eine App entwickelt, die spielerisch dabei helfen soll, die Fortschritte der Knirpse zu erkennen und festzuhalten. Eltern erhalten dabei aktuelle, wissenschaftlich fundierte Informationen über die Kindesentwicklung und helfen zugleich der Forschung.

Beispiele von dokumentierten  Entwicklungsschritten in der App

Beispiele von dokumentierten Entwicklungsschritten in der App

Die kostenlose App «kleine Weltentdecker» richtet sich an Eltern von Kinder zwischen 0 und 6 Jahren und kann über den Apple-Store oder Google Play heruntergeladen werden . Über einfache, dem Alter des Kindes angepasste Fragen können Eltern feststellen und festhalten, welche Fähigkeiten ihr Kind wann erworben hat. Zum Beispiel, ob es Spielzeug in eine Kiste räumen kann, ob es sich bei Zuruf seines Namens umdreht oder ein verstecktes Spielzeug wiederfindet.

Eltern übermitteln die anonymisierten Daten der Uni

Zu jeder Frage gibt es dabei einen Informationstext zum jeweiligen Entwicklungsprozess, der den aktuellen Stand des Wissens aus der Forschung in verständlicher Form wiedergibt. «Eltern erfahren in der App zum Beispiel, was ihr Kind für einen bestimmten Entwicklungsschritt mitbringen sollte, und sie erhalten Tipps, um Fortschritte zu fördern», erklärte Moritz Daum von der Uni Zürich gemäss der Mitteilung. Die App lässt sich zudem mit persönlichen Fotos ergänzen, die den Entwicklungsschritt illustrieren. Wer möchte, kann dieses «Tagebuch» auch per SMS, E-Mail oder Social Media mit Verwandten und Freunden teilen.

Gleichzeitig ist die App Teil eines «Citizen Science»-Projekts: Daum und sein Team wollen die anonymisierten Daten über den Verlauf der individuellen Entwicklung nutzen, um Zusammenhänge zwischen kognitiven, motorischen und sprachlichen Fähigkeiten besser zu erforschen. «Wir vermitteln den Nutzenden unser aktuelles Wissen und sie unterstützen uns umgekehrt dabei, dieses zu verfeinern und neue Erkenntnisse zu gewinnen», so Daum.

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