Hinter den Kulissen

«Einfach nur schön»: so sehen die TV-Macher die Lauberhornrennen

Blick hinter die Kulissen der TV-Regie in Wengen

Blick hinter die Kulissen der TV-Produktion in Wengen

Regisseur Beni Giger und Produktionsleiter Beat Zumstein erklären, wie die Aufnahmen von 22 Kameras live in die Schweizer Wohnzimmer und Beizen kommen und welches ihr Lieblingsbild der Lauberhornabfahrt ist.

Ab heute sitzt die halbe Schweiz vor den TV-Bildschirmen und verfolgt die Skiprofis an den Lauberhornrennen. Doch wie funktioniert eigentlich diese Live-Übertragung und wie sehen die TV-Macher die Rennen? Ein Blick hinter die Kulissen.

Auf dem Smartphone auf dem Weg von A nach B, über dem Stammtisch in der Beiz oder – um ehrlich zu sein – auch mal kurz im Büro: Skisport-Fans, die nicht samt Kuhglocken vor Ort sein können, verfolgen die Lauberhornrennen, die heute Freitag mit der Alpinen Kombination starten, am Bildschirm. 

Quasi dahinter sitzen die TV-Macher der SRG. Sie sehen die Abfahrten nicht nur aus einer, sondern aus allen allen möglichen Perspektiven. «Es hat 22 Kameras auf dem Berg», sagt Regisseur Beni Giger. Diese sind alle mit Glasfaserkabeln mit dem Übertragungswagen im Tal verbunden. Dort sitzen die SRG-Mitarbeiter, verfolgen die Rennen und sorgen dafür, dass die Zuschauer immer das Bild der richtigen Kamera sehen. 

Per Funk mit der Jury verbunden

Oben am Zieleinlauf sitzt Beat Zumstein in seinem kleinen Büro. Seit über zehn Jahren ist er Produktionsleiter der SRG-Lauberhorn-Übertragungen, die in die ganze Welt hinaus geliefert werden (siehe Box oben).

«Auch wenn man das schon lange macht, ist es jedes Jahr wieder eine Herausforderung», sagt Beat Zumstein. Er ist während der Rennen über Funk mit der Jury verbunden und bekommt so die Meldungen über Verschiebungen oder Stürze, die er dann mit dem Team im Tal koordiniert.

Letzte Alpine Kombination in Wengen?

Letzte Alpine Kombination in Wengen?

An diesem Freitag könnte die letzte Alpine Kombination der Lauberhornrennen in Wengen stattfinden. Der Internationale Skiverband FIS hat konkrete Pläne, die Mischdisziplin aus Abfahrt und Slalom ab 2020 durch den Parallelslalom zu ersetzen. Die endgültige Entscheidung trifft der FIS-Vorstand Mitte Februar. FIS-Renndirektor Markus Waldner erklärt, warum die Alpine Kombination abgesetzt werden soll.

Es ist eine Arbeit mit Aussicht – zumindest bei gutem Wetter. «Meine Lieblingsstelle ist der Start, dann sieht man das Panorama. Aber egal wo auf dieser Piste – es ist einfach nur schön», sagt Zumstein.

Gefragt nach der seiner Lieblingseinstellung antwortet Regisseur Beni Giger ohne nachzudenken: «Kamera 12: der Silberhornsprung. Da sieht man im Hintergrund das wunderschöne Silberhorn.» (smo)

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