Leben

Eine Erfindung für die Ebola-Epidemie schützte Rega-Crew in Corona-Krise

Eine Patient in einer Isolations-Einheit wird in einen Ambulanzjet verladen.

Eine Patient in einer Isolations-Einheit wird in einen Ambulanzjet verladen.

Die Rega konnte in den letzten Wochen für Covid-Patienten eine spezielle Patienten-Bahre nutzen. Sie wurde vor fünf Jahren anlässlich der Ebola-Epidemie entwickelt.

In der Corona-Krise sind bei der Rega die Helikoptereinsätze nach Unfällen zurückgegangen. Dafür wurden in den Ambulanzjets Covid-19-Patienten transportiert in speziellen, geschlossenen Bahren. Anlässlich der Ebola-Epidemie 2012/14 hat die Rega diese sogenannte Patienten-Isolations-Einheit (PIU) entwickelt. Sie ermöglicht Transporte von hochinfektiösen Patienten.

Damals flog die Rega eine Patientin mit Ebola-Verdacht in einer PIU von Lesotho nach London. Die danach entwickelte Bahre nützte jetzt: «Sobald der Patient in der Isolations-Einheit ist und diese verschlossen und desinfiziert wurde, kann sich die Crew ohne Schutzanzüge bewegen», erklärt Rega-Chefarzt Roland Albrecht. «Der Patient wird auf dem Flugfeld ausserhalb des Jets in die PIU gebracht.» Falls bei diesem Vorgang etwas schief geht, kann er mit einer Ersatz-Bahre wiederholt werden. Das Flugzeug bleibt sauber.

Zwischen Mitte März und Ende Mai hat die Rega so rund 140 Covid-19-Patienten an Bord ihrer Jets und Helikopter transportiert. Die meisten Einsätze waren Verlegungsflüge von einem Spital in ein anderes. Zudem halfen die Rega-Crews in Nachbarländern aus: Sie flogen französische Covid-19-Patienten aus dem Elsass in deutsche und Schweizer Spitäler oder verlegten Patienten innerhalb Deutschlands. Die Jet-Crews flogen Corona-Patienten von Italien nach Deutschland.

Meistgesehen

Artboard 1