Julia Stucki kocht für ihren Hund. Es gibt eine aus Mahlzeit aus Rüebli, Quinoa-Samen, Tofu, Kartoffeln, Reis und Olivenöl.

Seit vier Jahren ernährt sich Julia Stucki vegan. Seit drei Jahren frisst auch ihr Hund Nardo keine tierischen Produkte mehr. 

Die Veganerin will ihre Ernährungsphilosophie «strikt durchziehen», wie sie in der Sendung «tierisch» sagt. Es sei ihr deshalb wichtig, dass auch ihr Hund nur Nahrung zu sich nimmt, «für die keine anderen Tiere leiden oder sterben mussten». 

«Er hat keinen Mundgeruch mehr»

Gesundheitliche Probleme sind Julia Stucki und ihrem Partner Dario De Simone an ihrem Hund bis jetzt nicht aufgefallen. 

Im Gegenteil: «Der Hund stinkt nicht mehr – das Fell riecht richtig fein und er hat auch keinen Mundgeruch mehr», sagt Julia Stucki.

Es geht, aber ...

Der Berner Tierarzt Roland Maurer hat sich auf die vegane Ernährung von Hunden spezialisiert. Das scheint einTrend zu sein: Jeden Monat kommen drei neue Kunden zur Beratung vorbei.

Wer auf einige wichtige Punkte achte, könne einen Hund problemlos vegan ernähren, sagt Maurer. Neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen brauche der Hund vor allem Eiweiss – dieses könne aber auch pflanzlich sein.

Dem Tier aufgezwungen

Auch Anette Liesegang, Professorin für Tierernährung an der Universität Zürich, bestätigt in der Sendung: Man kann einen Hund vegan ernähren.

Sie empfiehlt es aber nicht – vegane Ernährung sei für einen Hund unnatürlich und werde ihm aufgezwungen.

Julia Stucki argumentiert, dass der Hund als Haustier ohnehin nicht mehr in einem natürlichen Umfeld lebt: «Ich habe ihm ja bereits aufgezwungen, in einer Mietwohnung zu leben und nicht in der freien Natur.» (smo)