Stark

Diese junge Frau kann fast nichts (mehr) aufhalten

Ihre körperliche Einschränkung kann sie nicht aufhalten

«Ich habe mein Leben lang nie versucht, etwas wegzukicken»

Amy Bream hat 24 Jahre lang über ihr Handicap geschwiegen – heute macht sie Kickboxen, trotz Beinprothese.

Sie kam mit einem Geburtsfehler zur Welt und schwieg 24 Jahre lang darüber. So hat Amy Bream, 26, den Spiess umgedreht.

Als Kind war es einfach normal, doch je älter Amy Bream wurde, desto mehr plagten sie Selbstzweifel. «Mir wurde klar, dass ich anders aussah, anders ging.»

Amy Bream aus Nashville, Tennessee, heute 26 Jahre alt, ist mit einem Geburtsfehler zur Welt gekommen: «Mir fehlt ein Teil meines rechten Beines.»

Aus Angst vor dieser Andersartigkeit wollte sie keinen Sport mehr in der Öffentlichkeit machen und zog sich innerlich zurück. «Ich fing an, einen Schutzpanzer um mich aufzubauen. Und wegen meines Körpers hatte ich auch kein Selbstbewusstsein, was Männer oder Beziehungen anbelangte.»

Das lange Schweigen

Über all das schwieg sie. «Ich sprach nie mit jemandem darüber, bis ich 24 war.» Doch dann kehrte sie den Spiess um. Sie meldete sich in einem Box-Club an, lernte Kickboxen und setzte sich mit ihrem Körper auseinander. «Vorher hatte ich noch nie versucht irgendetwas wegzukicken.»

Weil Freunde sie dazu ermutigten, legte sie in Instagram-Profil an und begann, ihre Geschichte in den sozialen Medien zu erzählen. «Erst war ich sehr skeptisch – ich war nicht sicher, ob wirklich jemand meine Geschichte hören wollte. Doch die Reaktionen waren überraschend.»

Gerade junge Mädchen wollten von ihr wissen, wie sie ihr Selbstbewusstsein und Sportlichkeit erlangte. Und Amy Bream erfuhr, dass es anderen ganz ähnlich ergeht wie ihr. «In diesem Moment merkte ich, dass sich mein Kampf gelohnt hat.» (smo)

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