Sie führt den blinden Güggel zu seinem Essen, geht mit den Geissen spazieren und krault die Hunde und Eber Anton hinter den Ohren. Schwester Theresia, die einst im österreichischen Innsbruck für schwer erziehbare und drogenabhängige Jugendliche da war, kümmert sich um die tierischen «Randständigen» der Schweiz, wie es auf der Webseite der Stiftung «Felsentor» heisst.

Das Herz der Stiftung ist ein spirituelles Zen-Zentrum, das buddhistische Retreats und Meditationskurse anbietet. Daneben betreibt die Stiftung einen Bio-Bauernhof und eine Tierschutzstelle. Dort landen Nutztiere, die von niemandem mehr gewollt werden. So wie der nach einem Fuchs-Angriff blinde Güggel oder Eber Anton mit den Rückenproblemen.

Um diese Tiere kümmert sich seit 16 Jahren Franziskaner-Schwester Theresia. Die Sendung «tierisch» hat sie durch den Tag begleitet. Und wer ihr zuschaut, der merkt bald: Diese Frau hat ihre Bestimmung gefunden. «Das habe ich mir immer gewünscht – den Rest meines Lebens für die Tiere da sein zu dürfen», sagt sie. «Ich möchte überhaupt nichts anderes.» (smo)