Da sitzen sie und trinken ihr Feierabendbier wie immer. Oder brunchen mit Freunden, wie sie das schon gemacht haben, bevor die Kinder da waren. Weil hey: Sie leben ihr Leben trotz Kinder weiter. Und sie lassen sich beim Reden nicht von den herumtollenden Kleinen ablenken.

Eltern mit einer solchen Einstellung haben Nordwestschweiz-Kolumnist Peter Rothenbühler zu seinem gestrigen Pamphlet veranlasst. Er findet: «Wenn Eltern mit kleinen Kindern ins Restaurant gehen, sollten sie auch zu ihnen schauen und dafür sorgen, dass sie weder Betrieb noch Gäste stören.»

Und er erzählt das Beispiel eines Lausanner Wirts, der sich via Facebook über Eltern in seinem Restaurant beschwerte, die ihre Kinder beim Stofftischtücher-Bemalen und Gläser-Zerschlagen gewähren lassen.

Wir befeuern die Diskussion gerne mit Anekdoten weiterer unmöglicher Eltern. Und Anekdoten schwitzender Eltern. Denn manchmal muss man den Nachwuchs ausserhalb der geschützten Zonen bringen. Ausserhalb der Wohnung, Kita, Schule oder des Spielplatzes, rein in die geordnete Welt. Und dann schwitzen sie, die Eltern.