In der Serengeti, im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania, sitzt ein Ohrengeier auf einem Termitenhügel. Der grösste Geier Afrikas mit einer Flügelspannweite von gegen drei Meter hat etwas Abstossendes an sich und gleichzeitig ein Federkleid von ausserordentlicher Schönheit.

Eleganter könnte es ein Meister der Haute-Couture nicht schaffen: Dreiviertelhosen von feinstem weissen Flaum, eine Weste aus demselben Material mit hochgeklapptem Kragen, an der Brust neckisch mit einzelnen Federn geschmückt. Darüber einen Frack in passendem Braun.

Nur, was ist mit dem Kopf passiert? Der Ohrengeier kann mit seinem starken Schnabel die dicke Haut eines toten Tieres aufbrechen, um zum weichen Fleisch zu gelangen. Dabei wird sein Kopf blutig und schmutzig. Vielleicht wollte der Meister vermeiden, dass das Kleid besudelt wird, und hat deshalb den Kopf nackt ausgestaltet. Irgendwie auch schön.

Der letzte Tanz der Wanze

Der farbenprächtige, schlanke Vogel mit dem komplizierten Namen gehört zur Familie der Bienenfresser.

Der farbenprächtige, schlanke Vogel mit dem komplizierten Namen gehört zur Familie der Bienenfresser.

Ich bin im Meru Nationalpark im nördlichen Kenia unterwegs. Mit meinem Guide John suche ich das Löwenrudel von Elsa. Das Rudel, benannt in Anlehnung an das Buch «Born free» von Joy Adamson, ist schwierig zu finden im weitläufigen Gebiet.

Plötzlich entdecke ich einen Weisskehlspint im Geäst eines Strauches. «Halte bitte an!», rufe ich John zu. Der farbenprächtige, schlanke Vogel mit dem komplizierten Namen gehört zur Familie der Bienenfresser. Wie es der Name sagt, fressen sie Bienen, Wespen, ja sogar Hummeln. Auch Wanzen und Heuschrecken gehören zu ihrer Ernährung.

Von einem Ast aus beobachtet der Luftjäger die Umgebung. Als er ein Insekt erspäht, fliegt er los und fängt es mit unglaublicher Geschicklichkeit. Zurück auf der Warte tötet er den Fang. Hat dieser einen Stachel, drückt er den Giftbeutel mit der Zunge gegen einen Ast und entleert ihn so. Diesmal hat er eine Stinkwanze gefangen. Sie verbreitet einen üblen Geruch, ist aber ungefährlich. Er quetscht sie einige Male mit dem Schnabel und wirft sie dann hoch, damit sie durch die Schwerkraft ihren Weg in seinen Schlund findet.

Moschusochsen, oder «die Tiere mit einem Fell wie ein Bart»

Ein Seelöwenbaby spaziert bei Sonnenuntergang zurück ins Meer.

Ein Seelöwenbaby spaziert bei Sonnenuntergang zurück ins Meer.

Die Galapagosinseln sind ein Paradies für Fotografen. Das Archipel liegt im östlichen Pazifischen Ozean am Äquator, rund tausend Kilometer vor der ecuadorianischen Küste in Südamerika. Die Tiere zeigen praktisch keine Scheu vor Menschen und können so aus nächster Nähe abgelichtet werden.

Unser heutiges Ziel ist der Sonnenuntergang auf der Insel Espanola. Wir landen mit dem Schlauchboot und werden lauthals von einer Kolonie Seelöwen empfangen. Sie gehören zur Familie der Ohrenrobben, die im Gegensatz zu den meisten anderen Robben richtige Ohren und nicht nur Ohrlöcher haben. Auch schleppen sie ihre Flossen nicht nach, sondern können sie herumdrehen und so auf allen vieren gehen.

Espanola hat, im Unterschied zu den meisten vulkanischen Inseln auf Galapagos, einen Strand aus feinstem weissem Sand. Die Farbharmonie, die durch die Reflexionen der untergehenden Sonne mit dem türkisfarbenen Meer entsteht, wird komplettiert durch das Seelöwenbaby, das auf dem Weg zum Wasser ist.

Der Moschusochse: Ein Bärtiges Relikt aus der letzten Eiszeit

Der Leitbulle der Moschusochsen-Herde geniesst die Sonne.

Der Leitbulle der Moschusochsen-Herde geniesst die Sonne.

Die Tundra im norwegischen Dovrefjell-Nationalpark leuchtet in einem Wechselspiel von roten und orangen Farben. Ich bin mit Ole unterwegs, auf der Suche nach Moschusochsen. In der Sprache der Eskimos heissen sie «die Tiere mit einem Fell wie ein Bart». Sie sind in Eurasien seit der Würmeiszeit vor etwa zwölftausend Jahren ausgestorben. Aber rund 70 Tiere aus Grönland wurden um 1940 im Park angesiedelt und haben sich seither auf gut 300 Tiere vermehrt.

Der Nationalpark ist mit 1700 Quadratkilometer Fläche riesig und es ist nicht einfach, die Relikte aus der Eiszeit zu finden. Nach mehreren Stunden sehen wir von weitem eine kleine Herde. Da sie Jungtiere dabei hat und diese beschützt, nähern wir uns äusserst vorsichtig.

Die Tiere liegen wiederkäuend am Boden. Sie haben uns wahrgenommen, verhalten sich aber ruhig. Wir verringern die Distanz in kleinen Schritten bis auf etwa 70 Meter. Plötzlich steht der Leitbulle auf. Ob er seine Herde verteidigen will? Nein, er bleibt ruhig und geniesst nur die letzten Sonnenstrahlen.

Neugieriger Kobold: Dieses putzige Tier zählt zu den kleinsten Äffchen der Welt

Ein neugieriger Kobold: Die putzigen Tiere haben eine Körpergrösse von etwa zehn bis fünfzehn Zentimetern.

     

Am frühen Morgen bin ich mit meinem Guide Doni im Regenwald vom Tangkoko Nationalpark unterwegs. Der Park, im Norden der indonesischen Insel Sulawesi, ist die Heimat der Koboldmaki.

Die putzigen Tiere sind die kleinsten Äffchen der Welt und haben eine Körpergrösse von etwa zehn bis fünfzehn Zentimetern. Dafür sind ihre Kulleraugen im Verhältnis zum Körper die grössten aller Säugetiere. Koboldmaki sind nachtaktiv und hüpfen von Baum zu Baum, immer auf der Suche nach Insekten.

Als einzige Art der Primaten fressen sie keine Pflanzen und ernähren sich ausschliesslich von tierischem Eiweiss. Sie sind im dämmerigen Wald schwierig zu finden. Nach langer Suche finden wir im Schein der Taschenlampen einen Feigenbaum, in dem sie jeweils den Tag verbringen. Mehrere Tiere verschwinden rasch im dichten Gewirr der Luftwurzeln. Ein Kobold schaut mich jedoch neugierig an, bevor auch er entwischt.

Grizzlybären suchen Muscheln

Kurz nach Sonnenaufgang bin ich mit meinem Guide vor der Küste des Lake Clark Nationalpark in Alaska auf der Suche nach Grizzlybären. Die nordamerikanische Form des Braunbären ist in dieser Küstenregion häufig anzutreffen, denn hier gibt es Futter im Überfluss. Die Bären finden saftiges Gras in den weiten Wiesen und Beeren in den Wäldern. Und gegen Ende Sommer bieten die Lachse, die zu ihren Laichgründen zurückkehren, proteinreiche Nahrung in Hülle und Fülle.

Eine besondere Leibspeise dieser Bären sind aber Muscheln. Bei Ebbe machen sich die Bären auf die Suche. Ihr Geruchssinn ist so gut ausgebildet, dass sie Muscheln in 30 Zentimeter Tiefe im Boden noch riechen können. Mit den Krallen graben sie diese aus und öffnen sie geschickt mit ihren Lippen und Zähnen.

Weit draussen erspähen wir eine Bärenmutter mit ihrem Jungen. Sie sieht uns, lässt sich aber nicht stören und so können wir uns bis auf etwa 30 Meter annähern. Eine unglaubliche Stimmung – so friedlich und ruhig, dass wir sogar das Schmatzen hören.

Der Zusammenhalt sichert ihr Überleben

Erdmännchen in der Kalahari-Wüste.

   

Die Erdmännchen gehören zur Familie der Mangusten und leben in kleinen Gruppen in den Savannen und Halbwüsten des südlichen Afrika. Mein Ziel ist eine Gruppe in der Kalahari-Wüste im Nordwesten von Südafrika. Diese Gruppe hat keine Scheu vor Menschen, da sie über längere Zeit von einem Forscherteam begleitet wurde. Doch eine winterliche Kaltfront aus der Antarktis zieht über das Land und bringt Temperaturen von unter zehn Grad mit sich. Bei dieser Frische bleiben die Tiere in ihren Erdhöhlen, und all meine Bemühungen sind umsonst.

Nach zwei Tagen aber scheint am späten Vormittag endlich die Sonne, und zu meiner grossen Freude kommen einige Tiere heraus, um nach Futter zu suchen. Mit unglaublicher Geschwindigkeit buddelt ein Teil der Sippe nach Würmern und Insekten im roten Sand, während ein anderer Teil sich an der Sonne wärmt und Wache hält. Dieser soziale Zusammenhalt des Clans sichert den Erdmännchen ihr Überleben.

Fliegende Giganten – bis zu 35 Tonnen schwer

Buckelwale sind etwa zwölf bis fünfzehn Meter lang und können bis zu 35 Tonnen wiegen.

Buckelwale sind etwa zwölf bis fünfzehn Meter lang und können bis zu 35 Tonnen wiegen.

Ich befinde mich in den Gewässern vor Juneau, der Hauptstadt von Alaska. Im weitverzweigten Archipel leben viele Wale – und auf die habe ich es abgesehen. Seit einigen Tagen sind wir mit einem kleinen Boot unterwegs.

Heute auf der Suche nach den faszinierenden Buckelwalen. Sie sind etwa zwölf bis fünfzehn Meter lang und können bis zu 35 Tonnen wiegen. Die Tiere sind bekannt für ihre akrobatischen Sprünge, bei denen sie mit dem gesamten Körper aus dem Wasser fliegen. Der Grund für dieses Verhalten ist umstritten. Ob sie damit kommunizieren, Parasiten loswerden wollen oder es aus lauter Freude tun, ist unklar.

In der «Stephens Passage» treffen wir auf einige sehr aktive Wale. Schon von Weitem sehen wir die Wasserfontänen und hören das Platschen, wenn sie wieder auf dem Wasser aufschlagen. Sie zu fotografieren, ist aber eine echte Herausforderung, denn
es ist nicht vorhersehbar, wo sie als Nächstes springen.

Schaue ich nach vorne, springen sie hinter mir. Blicke ich nach hinten, springen sie vorne. Dann plötzlich: Ein Tier steigt unmittelbar vor mir aus dem Meer, so nahe, dass ich von der Gischt nass werde.

Eisbärenbabys werden zweimal geboren

Der Moment, in dem der junge Eisbär zum ersten Mal das Tageslicht entdeckt.

Der Moment, in dem der junge Eisbär zum ersten Mal das Tageslicht entdeckt.

Es ist vierzig Grad unter null im Wapusk-Nationalpark in Kanada. Das ist nicht nur kalt, sondern extrem kalt. Aber mir wird richtig warm ums Herz, als ich beobachten darf, wie die Eisbärenmutter ihr Junges zum ersten Mal aus der Geburtshöhle führt.

Im Oktober hat sie sich eingegraben und nach zwei Monaten ein kleines, nacktes, blindes Bärchen geboren, kaum mehr als fünfhundert Gramm schwer. Danach hat sie es drei Monate lang in der dunklen Höhle gesäugt. Fünf Monate war sie in der Höhle, im Dunklen, ohne Futter und Wasser. Dazu kommt, dass sie schon den eisfreien Sommer ohne Nahrung verbracht hatte. Eine ausserordentliche Leistung dieser fantastischen Tiere.

Aber nun, im März, sind die Fettreserven aufgebraucht und es ist Zeit, auf dem gefrorenen Meer Robben zu jagen. Vorsichtig hat sie vor ein paar Tagen den Schnee über ihrer Höhle durchbrochen. Jetzt ist der Moment, das Junge an das Tageslicht zu bringen – die Geburt in unsere Welt. Ich bin unendlich glücklich und dankbar, dass ich diesen Moment miterleben darf.

Der Mäusesprung des Polarfuchses

Der kleine Polarfuchs hat eine Maus unter der Schneedecke geortet.

Der kleine Polarfuchs hat eine Maus unter der Schneedecke geortet.

Mein Ziel sind Eisbären an der Hudson Bay in Kanada. Es ist später Herbst und auf dem Wasser hat sich schon viel Eis gebildet. Dies ist normalerweise der Zeitpunkt, an dem sich die Könige der Arktis an der Küste versammeln, um nach einer langen, eisfreien Zeit endlich wieder Robben jagen zu können. Nur ist an diesem Tag kein einziger Bär da. 

Sind wir zu spät gekommen, frage ich mich, sind sie schon auf dem Eis? So suchen wir nach anderen Tieren in der weiteffn Tundra. Es dauert nicht lange und wir erspähen einen kleinen Polarfuchs in seinem Winterkleid. Flink eilt er über den spärlichen Schnee, auf der Suche nach Essbarem. Plötzlich hält er inne. Den Blick auf die Schneedecke gerichtet, wackelt er mit seinem Kopf.

Seine aufgerichteten Ohren haben einen Lemming, eine kleine Maus, unter der Schneedecke geortet. Urplötzlich springt er hoch in die Luft, um dann kopfvoran in den Schnee zu tauchen. Leider erfolglos, vielleicht klappt es beim nächsten Mal – wie auch wir am nächsten Tag Glück mit den Eisbären haben.

Eine Geschichte von Schichten

Die dunkelroten Aras leben im Südwesten Brasiliens in den durch Wassererosion entstandenen Höhlen im Kalkstein.

Die dunkelroten Aras leben im Südwesten Brasiliens in den durch Wassererosion entstandenen Höhlen im Kalkstein.

Der Untergrund um die Stadt Bonito im Südwesten von Brasilien ist etwa so durchlöchert wie ein Schweizer Emmentaler. Unterirdische Wasserströme haben im Laufe von Jahrmillionen den Kalkstein erodiert und ein Höhlensystem geschaffen.

Dieses ist an einer Stelle eingestürzt und hat eine riesige Doline, ein Loch von weit über 100 Meter Durchmesser geschaffen, das «Buraco das Araras». Die dunkelroten Aras – eine Papageienart, die in den Steilwänden nistet – sind mein Ziel. Vor Sonnenaufgang postiere ich mich am Kraterrand. Schon bald geht die Sonne auf und erleuchtet die oberste Schicht des Kraters, während die unteren Ebenen des Loches noch tief schwarz sind.

Die Papageien erwachen. Da und dort ist ein Kreischen zu hören. Zeit für sie, nach Futter zu suchen. Sie fliegen los und gewinnen kreisförmig an Höhe. Es ist der kurze Moment, in dem sie in die ersten Schichten des Lichtes kommen, auf den ich warte.

Die karibische Tänzerin

Der englische Name der Klippenkrabben ist «Sally Lightfoot crab». Sie sind, so sagt es die Legende, nach einer karibischen Tänzerin benannt.

Der englische Name der Klippenkrabben ist «Sally Lightfoot crab». Sie sind, so sagt es die Legende, nach einer karibischen Tänzerin benannt.

Mit einer kleinen Fotografengruppe bereise ich die Inselgruppe der Galapagos. Das heutige Ziel ist die Insel Santiago, auf der wir mit dem Schlauchboot landen. Schon von Weitem habe ich die leuchtend roten Klippenkrabben entdeckt, die auf den schwarzen Lavasteinen herumkrabbeln. Mit grosser Geschwindigkeit bewegen sie sich in alle vier Richtungen, springen von Stein zu Stein und klettern mit unglaublicher Leichtigkeit selbst senkrechte Wände hoch.

Ihr englischer Name ist «Sally Lightfoot crab». Sie sind, so sagt es die Legende, nach einer karibischen Tänzerin benannt, die ebenso leichtfüssig ihr Publikum verzauberte. Ob die Sage wahr ist oder nicht, interessiert mich im Moment nicht so sehr. Vielmehr faszinieren mich die Krustentiere, die ihre Augen wie Periskope eines Unterseebootes ausfahren können und mich beobachten. Vorsichtig nähere ich mich einem dieser Krebstiere.

Kaum habe ich das Bild im Kasten, ist die Tänzerin schon wieder weg. So schnell, dass ich nicht sagen kann, ob vorwärts, rückwärts oder seitwärts.

Die Gene bitten zum Tanz

In der Arena der Birkhühner treffen sich die Tiere seit Jahrzehnten an der exakt gleichen Stelle für ihre Balz.

In der Arena der Birkhühner treffen sich die Tiere seit Jahrzehnten an der exakt gleichen Stelle für ihre Balz.

Am späten Nachmittag bin ich unterwegs zu einem Hochmoor in Norwegen. Der Aufstieg ist mühsam und dauert über zwei Stunden. Mein Ziel ist die Arena der Birkhühner. Der Ort ist Eingeweihten bekannt, denn seit Jahrzehnten treffen sich die Tiere an der exakt gleichen Stelle für ihre Balz.

Um die Vögel am nächsten Morgen nicht zu stören, übernachte ich in einem offenen Bretterverschlag. Trotz Frühling ist es unter dem Gefrierpunkt und so bin ich schon früh wach. Ein erster Hahn betritt die Arena und beginnt in seinem Sektor den Balztanz. Fast schwebend und dann wieder flatternd tanzt er in seinem blau schimmernden schwarz-weissen Federkostüm.

Nach und nach werden auch die anderen Sektoren belegt, beobachtet von den Hennen, die sich am Rand des Schauplatzes aufhalten. Stört ein Rivale die Vorführung, wird in einem kurzen, aber heftigen Kampf geklärt, wer der Stärkere ist. Denn nur die besten und stärksten Tänzer dürfen ihre Gene weitergeben.

Keine Lust auf ein Selfie

Schopfmakaken ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Früchten und Knospen, ab und zu aber auch von Insekten oder Vogeleiern.

Schopfmakaken ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Früchten und Knospen, ab und zu aber auch von Insekten oder Vogeleiern.

Längere Zeit hat das Selfie des Schopfmakaken Naruto die Medien und die Justiz beschäftigt: Wem gehört das Bild, das der Affe auf der indonesischen Insel Sulawesi ausgelöst hat? Dem Fotografen, der die Kamera installiert hat, oder dem Affen?

Diese Frage beschäftigt mich nicht im Geringsten, als ich mit meinem Guide Doni den feuchtheissen Regenwald auf Sulawesi durchstreife. Vielmehr hoffe ich, dass wir die seltenen Tiere finden, die es ausschliesslich hier gibt. Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Früchten und Knospen, ab und zu aber auch von Insekten oder Vogeleiern. Weil sie oft die Felder der Bauern plündern und ihr Fleisch als Delikatesse gilt, werden sie gejagt.

Nach langer Zeit werden wir fündig. Wir treffen auf eine Gruppe, die sich auf einem umgestürzten Baumstamm präsentiert. Die Tiere wirken eher gelangweilt und zeigen absolut keine Lust, meine Kamera zu inspizieren oder gar ein Selfie auszulösen. So gibt es denn auch keine Frage, wem das Bild gehört.

Der mit einem Sprung tötet

Der Jaguar ist die drittgrösste Raubkatze der Welt.

Der Jaguar ist die drittgrösste Raubkatze der Welt.

Der Rio Cuiabá schlängelt sich durch das «Pantanal», ein Sumpfgebiet im Südwesten von Brasilien, das sechsmal so gross wie die Schweiz ist. Mein Ziel ist der Jaguar, die drittgrösste Raubkatze der Welt. Die Indios nennen ihn «Der mit einem Sprung tötet», weil er seine Beute von hinten anschleicht, mit einem Sprung am Genick packt und tötet. Jaguare halten sich häufig am Ufer eines Flusses oder Sees auf, denn ihre bevorzugte Nahrung sind Kaimane oder Wasserschweine.

Ich bin schon seit Stunden mit dem Boot unterwegs auf der Suche nach dem scheuen Tier. Die Flussufer sind dicht bewaldet und es ist schwierig, den gut getarnten Jäger zu entdecken. Plötzlich stoppt der Bootsführer den kleinen Kahn. Im Dickicht hat er einen Jaguar entdeckt. Wir folgen ihm über einen Kilometer, bis ich ihn an einer lichten Stelle fotografieren kann. Tief geduckt schleicht er auf samtenen Pfoten durch das hohe Gras, auf der Suche nach Beute. Ein majestätischer Anblick!

Des einen Glück ist des andern Unglück

Der «Kuukkeli» ist der Glücksvogel der Finnen.

Der «Kuukkeli» ist der Glücksvogel der Finnen.

Mit meinem Guide Oli bin ich in den Wäldern Finnlands unterwegs. Es ist tiefer Winter und wir wollen den weitverbreiteten «Unglückshäher» fotografieren. Es soll eine ganz besondere Aufnahme werden: mit ausgebreiteten Flügeln gegen das Licht – wie ein Engel. Ein Engel mit diesem schrecklichen Namen, wie kam das? Ironischerweise ist der «Kuukkeli», wie er auf Finnisch heisst, der Glücksvogel der Finnen. Er ist in den borealen Wäldern des hohen Nordens zu Hause. Nur in sehr kalten Wintern flüchtet er bis nach Mitteleuropa. Und da war sein Auftauchen früher eine kleine Sensation – aber keine positive. Die Menschen hielten ihn in ihrem Aberglauben für einen Unglücksboten, der aus der Kälte kam. Wir machen uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz, installieren Stativ und Kamera so, dass die Sonne gegenübersteht. Während Oli das Futter auslegt, um ihn anzulocken, bin ich am Auslöser und mit etwas Glück gelingt mir dieses Engels-Bild.

Ein «Tannenzapfen» in der Wüste

Die afrikanischen Steppen-Schuppentiere leben auf dem Boden und sind im Grasland fast nicht zu sehen.

Die afrikanischen Steppen-Schuppentiere leben auf dem Boden und sind im Grasland fast nicht zu sehen.

Auf der Pirsch in der Kalahari-Wüste können es mein Guide Greg und ich kaum glauben, als wir ein Pangolin im hohen Gras entdecken. Die Tiere sind so selten und scheu, dass selbst viele Einheimische sie noch nie zu Gesicht bekommen haben. Die afrikanischen Steppen-Schuppentiere leben auf dem Boden und sind im Grasland fast nicht zu sehen. Zudem sind sie vor allem nachtaktiv. Sie suchen Termiten- und Ameisenhügel, denn diese Insekten sind ihre Hauptnahrungsquelle. Mit ihrer langen, klebrigen Zunge holen sie die Beute aus den Gängen und zermalmen sie in ihrem Magen, denn der Kiefer ist zahnlos. Wenn sie in Gefahr sind, rollen sie sich zu einer Kugel ein und schützen sich so gegen ihre Feinde. Vor dem grössten Widersacher, dem Menschen, können sie sich aber nicht schützen. Ihr Fleisch gilt als exotische Delikatesse und ihre Schuppen dienen in der Traditionellen Chinesischen Medizin als Wundermittel. Unsere Entdeckung präsentiert sich uns nicht als Kugel, sondern als «Tannenzapfen» – wie die Tiere auch genannt werden.

Ein kleiner Schwatz auf dem Heimweg

Die Frack-Träger leben nicht nur in der Antarktis, sondern auch in Südafrika.

Die Frack-Träger leben nicht nur in der Antarktis, sondern auch in Südafrika.

Pinguine gibt es nicht nur in der Antarktis, nein, auch in Südafrika lebt eine Art. Ich bin in Simons Town, etwa fünfzig Kilometer südlich von Kapstadt, um diese zu fotografieren. Am Boulders Beach hat sich um 1983 eine kleine Kolonie von Brillenpinguinen gebildet. Pinguine sind sehr fruchtbar und so drängen sich heute über zweitausend Pinguine am kleinen Strand. Die Brillenpinguine werden auch Jackass-Pinguine genannt, weil sie sehr laut sein können und «i-ah Schreie» wie Esel von sich geben. Jeden Morgen schwimmen sie in die «False Bay», die reich an Fischen ist. Dort jagen die wendigen Schwimmer, die ihre Flügel wie eine Art Propeller brauchen, und füllen ihre Mägen. Am späten Nachmittag kehren sie dann an den Strand zurück, um die Beute wieder aus dem Magen hochzuwürgen und sie mit ihrem Partner und dem Nachwuchs zu teilen. Etwas unbeholfen watscheln sie über den Strand und es sieht aus, wie wenn die beiden rechts aussen einen kleinen Schwatz hielten.

Sie fallen dem Palmöl-Boom zum Opfer

Der Fortbestand der Orang-Utans ist stark gefährdet, denn jährlich wird auf Borneo Regenwald im Umfang der halben Schweiz zerstört und damit die Lebensgrundlage dieser faszinierenden Tiere vernichtet.

Der Fortbestand der Orang-Utans ist stark gefährdet, denn jährlich wird auf Borneo Regenwald im Umfang der halben Schweiz zerstört und damit die Lebensgrundlage dieser faszinierenden Tiere vernichtet.

Die hohe Luftfeuchtigkeit ist schier unerträglich, als unser Klotok den Sekonyer River im südlichen Borneo hochtuckert. «Klotok» wird das Boot genannt, weil der Motor ein monotones «klok tok tok tok» von sich gibt. Dieses fremde Geräusch lockt auch die Waldmenschen an.

Hoch oben, aus den Wipfeln des tropischen Regenwaldes, beobachtet uns eine Orang-Utan-Mutter mit ihrem Jungen. Vorsichtig äugt sie zwischen den Blättern eines Feigenbaumes hervor. Es ist schwierig, sie zu fotografieren, so dicht sind die Blätter. «Waldmenschen» heissen sie, weil «Orang» in der lokalen Sprache Wald und «Utan» Mensch bedeutet.

Sie sind ausgezeichnete Kletterer, nur selten auf dem Boden anzutreffen, und ernähren sich von Pflanzen und Früchten. Ihr Fortbestand ist stark gefährdet, denn jährlich wird auf Borneo Regenwald im Umfang der halben Schweiz zerstört und damit die Lebensgrundlage dieser faszinierenden Tiere vernichtet. Sie fallen der rasant steigenden Nachfrage nach Tropenholz und Palmöl zum Opfer.

Höchste Präzision im Fløan Fjord

Seeadler fliegen mit einer Geschwindigkeit von etwa sechzig Stundenkilometern über die Wasseroberfläche.

Seeadler fliegen mit einer Geschwindigkeit von etwa sechzig Stundenkilometern über die Wasseroberfläche.

Das Wasser ist relativ ruhig, als ich mit Ole in seinem kleinen Boot auf einen fischenden Seeadler warte. Die imposanten Tiere leben an den Küsten der weitverzweigten Fjorde in Norwegen. Sie können eine Flügelspannweite von über zwei Metern erreichen und fangen tote oder halb lebende Fische von der Meeresoberfläche.

Mit einer Geschwindigkeit von etwa sechzig Stundenkilometern fliegen sie über die Wasseroberfläche. Auf den Zentimeter genau stellen sie die Flügel auf, packen den Fisch und fliegen weiter. Um diesen Moment festzuhalten, wird auch vom Fotografen Geschick verlangt. Ole wirft einen toten Fisch ins Wasser und stellt das Boot so, dass Richtung und Distanz zum Köder optimal sind.

Ein Adler sieht die Beute von seinem Horst aus und fliegt los. Jetzt heisst es, bereit zu sein. Mit angespannten Nerven den Vogel anvisieren, verfolgen und – abdrücken. Die Kontrolle auf dem Bildschirm zeigt, dass die Einstellungen richtig waren, ich im richtigen Moment ausgelöst habe – und auch die notwendige Portion Glück hatte.

Im Reich von Shir Khan

Der Tiger trinkt aus einem Wasserloch in Nordindien.

Der Tiger trinkt aus einem Wasserloch in Nordindien.

Am frühen Morgen bin ich auf einer Pirschfahrt im Ranthambore Nationalpark im nördlichen Indien. Tiger zu fotografieren, ist kein einfaches Unterfangen. Sie sind fast ausgerottet, es gibt in ganz Asien nur noch etwa viertausend Exemplare der wunderschönen Raubkatzen. Es ist ruhig, nur die Schreie von wilden Pfauen durchbrechen von Zeit zu Zeit die Stille. Mein Guide hält plötzlich den Jeep an, weil er das Kreischen von Affen hört. «Die Tiere warnen sich gegenseitig durch Rufe, wenn ein Tiger unterwegs ist», flüstert er und fährt mit hoher Geschwindigkeit zu einer Lichtung. Da ist er – ein prächtiger Tiger trinkt an einem Wasserloch.

Die Szene erinnert mich an den Film «Dschungelbuch». «Was bedeutet eigentlich der Name Shir Khan?», frage ich. «Shir Khan kommt aus dem Persischen und bedeutet Tiger (Shir) und Herrscher (Khan), also Tiger-Herrscher», ist seine Antwort. «Ja, er ist wahrlich ein König», denke ich.

Die letzten Drachen dieser Welt

Versteckt lauern Komodo-Warane ihren Opfern auf und schlagen dann blitzschnell zu.

Versteckt lauern Komodo-Warane ihren Opfern auf und schlagen dann blitzschnell zu.

Von der Insel Flores, im östlichen Indonesien gelegen, fahren wir mit einem Schnellboot zur vorgelagerten Insel Komodo. Mit meinem Guide Doni will ich die urtümlichen Warane suchen, die dort leben. Sie sind mit bis zu drei Meter Länge und einem Gewicht von gegen siebzig Kilogramm die grössten lebenden Echsen. Mit ihrer gespaltenen Zunge können sie ihre Beute riechen: Ziegen, Wildschweine, Hirsche, ja selbst Wasserbüffel. Versteckt lauern sie ihren Opfern auf und schlagen dann blitzschnell zu.

Die messerscharfen Zähne verletzen die Tiere, und durch eine Mischung aus Gift und tödlichen Bakterien in ihrem Speichel verenden sie qualvoll – oft erst nach einige Tagen. Wir brauchen nicht lange zu suchen und finden einen grossen Waran am Strand. Vorsichtig nähere ich mich, denn die Komodo-Drachen, wie sie auch genannt werden, scheuen auch einen Angriff auf Menschen nicht. Doch dieses Tier scheint vollgefressen zu sein und lässt mich bis auf wenige Meter an sich heran.

Eine Kaltfront macht den Tag zur Nacht

Normalerweise kommen Erdferkel nur in der Nacht aus ihren Erdhöhlen, weil es ihnen am Tag zu warm ist.

Normalerweise kommen Erdferkel nur in der Nacht aus ihren Erdhöhlen, weil es ihnen am Tag zu warm ist.

Mein Ziel ist das Tswalu-Game-Reserve, das in der Kalahari-Wüste in Südafrika liegt. Bei der Ankunft am Nachmittag ist es kalt, keine zehn Grad. Nun ist es ja nicht aussergewöhnlich, dass es in der Wüste kalt sein kann, aber in der Nacht und nicht am Tag! Eine Kaltfront aus der Antarktis ist dafür verantwortlich. Dick eingemummt gehe ich gleich auf eine Pirschfahrt.

Im hohen Gras sind die Tiere schwierig auszumachen, doch plötzlich ruft der Fahrer enthusiastisch: «Aardvark». Ein Erdferkel um diese Tageszeit? Normalerweise kommen diese eigenartigen Tiere nur in der Nacht aus ihren Erdhöhlen, weil es ihnen am Tag zu warm ist. Sie suchen dann auf ihren Streifzügen hauptsächlich nach Ameisen und Termiten. Rasch springe ich vom Land Rover und mache mich mit dem Guide auf, das Tier zu suchen. Kein einfaches Unterfangen, denn die Erdferkel sind schnell und sehr scheu. Eine gute Taktik, viel Fitness und auch etwas Glück verhelfen mir zu diesem einzigartigen Bild.

Herzrasen in der frostigen Tundra

Mit einer Schulterhöhe von bis zu einem Meter sechzig sind Eisbären die grössten Landraubtiere der Welt.

Mit einer Schulterhöhe von bis zu einem Meter sechzig sind Eisbären die grössten Landraubtiere der Welt.

Im Herbst versammeln sich viele Eisbären entlang der Küste der Hudson-Bay in Kanada. Sie warten darauf, dass das Meer gefriert, denn nur auf dem Eis können sie Robben jagen. Mit einer Schulterhöhe von bis zu einem Meter sechzig sind sie die grössten Landraubtiere der Welt. An der Hudson-Bay können sie von Auge zu Auge beobachtet werden.

Kurz vor Sonnenuntergang sehe ich einen Eisbären in der Tundra liegen. «Kann ich mich auf den Boden legen, um ihn von unten zu fotografieren?», frage ich meinen Guide Dennis. Er zögert und sagt: «O. k., aber wenn ich rufe, lässt du alles liegen und kommst sofort.» Ich fotografiere, als der Eisbär plötzlich aufsteht und langsam auf mich zukommt. Mein Herz rast wie wild – aber kein Rufen von Dennis – also drücke ich weiter ab. Zwanzig Meter vor mir dreht er ab und geht zur Seite. Ich drehe mich um, da steht Dennis mit der Schreckschusspistole in der Hand. «Schönes Bild, ich bin etwas neidisch!», ist alles was er sagt.

Drama am Ufer des Sand River

Die Jungen kommen abwechselnd zur Löwenmutter, um diese zu trösten.

Die Jungen kommen abwechselnd zur Löwenmutter, um diese zu trösten.

«Gehen wir die Löwenmutter mit ihren zwei Jungen suchen, die wir gestern gesehen haben», sagt mein Guide Jonathan. Normalerweise leben Löwen im Rudel, helfen sich gegenseitig bei der Jagd und der Betreuung des Nachwuchses. Diese Löwin aber ist die letzte Überlebende ihres Rudels und ganz auf sich alleine gestellt. Das Vorankommen entlang dem Sand River im nördlichen Südafrika ist mühsam und der Jeep bleibt immer wieder stecken.

Endlich finden wir die drei. Die Mutter liegt am Boden, nicht weit von ihr entfernt ein erlegter Kudu mit riesigen, gewundenen Hörnern. Jedoch stimmt etwas nicht mit der Löwin. Beim Kampf mit der mächtigen Antilope wurde sie durch ein Horn schwer an der Brust verletzt. Zum Glück hat die Wunde aufgehört zu bluten. Die grosse Beute gibt Futter für mehrere Tage und der nahe Fluss bietet frisches Wasser. So hat sie die Möglichkeit, sich zu erholen, bevor sie erneut jagen muss. Was ihr sicher auch helfen wird: Die beiden Jungen kommen abwechselnd zu ihr, um sie zu trösten.

Aufstieg zu den Clowns des Nordens

Die possierlichen Papageientaucher leben während der Brutzeit an Steilhängen der Küsten der nordatlantischen Inseln und im westlichen Nordpolarmeer.

Die possierlichen Papageientaucher leben während der Brutzeit an Steilhängen der Küsten der nordatlantischen Inseln und im westlichen Nordpolarmeer.

Ich nutze die regenfreie Tageszeit im hohen Norden von Shetland, um im Naturreservat Hermaness die Klippen in Angriff zu nehmen. Neunzig Minuten dauert der steile Aufstieg mit der schweren Fotoausrüstung. Und ich muss mehrmals hin. Mein Ziel: die Papageitaucher. Aber nicht irgendein Vogel soll es sein, sondern ein Exemplar mit dem Schnabel
voller Fische.

Die Papageitaucher fangen sie nicht auf einmal, sondern haben einen besonderen Schnabel mit kleinen Widerhaken. Die raue Zunge drückt die Fische gegen diese, während
sich der Schnabel erneut öffnet, um noch mehr Fische zu fangen.

Die possierlichen Vögel leben während der Brutzeit an Steilhängen der Küsten der nordatlantischen Inseln und im westlichen Nordpolarmeer. Sie brüten in Höhlen oder Felsritzen und nutzen manchmal auch alte Kaninchenhöhlen.

Wasser riechende Kolosse

Elefantenherde im Amboseli-Nationalpark in Kenia.

Es ist heiss und trocken im Amboseli-Nationalpark in Kenia, als ich mit Freund Greg eine Idee bespreche. Wir wissen, dass die Elefanten Wasser riechen können und dafür Dutzende von Kilometern wandern. Ein erwachsener Elefant braucht bis zu 150 Liter pro Tag. Aber Wasser ist rar in der Trockenzeit und das Schmelzwasser vom fast sechstausend Meter hohen Kilimandscharo die einzige Wasserquelle weit und breit.

Sie machen sich nachher wieder auf den weiten Weg zurück zu ihren Futterquellen und müssen dafür einen riesigen, ausgetrockneten See überqueren. Und das ist unser Plan: Wir wollen die Elefantenherde bei ihrer Rückkehr gegen die untergehende Sonne fotografieren.

Zeitig machen wir uns auf den Weg und suchen uns einen guten Platz, um im heissen Wüstenstaub auf sie zu warten. Viel Geduld ist notwendig, und auch etwas Glück, dass sich die Herde dann so schön aufgereiht präsentiert.