Partnerschaft

Die glücklichsten Paare leben in den beiden Basel

Laut einer neuen Umfrage sind 77,4 Prozent in einer Partnerschaft lebenden Nordwestschweizer - dazu zählen Basel Stadt und Basel Land - glücklich. Nur gerade 3,8 Prozent sind unglücklich.

Obwohl wir in einem Zeitalter leben, wo das Internet allgegenwärtig und nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken ist, ergab die repräsentative Studie, dass die meisten Paare immer noch durch Bekannte und Freunde oder im Ausgang zusammenfinden.

In den Kantonen Basel-Stadt und Baselland lernten die Leute ihre bisherigen Partner zu 38,8 Prozent durch Freunde und Bekannte und zu 30,6 Prozent im Ausgang kennen. Das zeigt eine Umfrage mit 1000 Personen, die im Auftrag der Online-Partneragentur Parship.ch durchgeführt wurde. Im Internet sind's nur gerade 14,1 Prozent.

Allerdings war das Internet letztes Jahr die meistgenutzte Partnersuche. Und dies nicht nur bei jungen Leuten, wie es eventuell vermuten lässt. Das Internet wird am meisten von 30 - 49-Jährigen heimgesucht.

Erfolgsquote liegt bei 38 Prozent

Die Erfolgsquote von Parship, das mittlerweile in zwölf Ländern in Europa und in Mexiko existiert, liegt bei 38 Prozent. Doch wie lässt sich diese Zahl nachweisen? «Wir machen regelmässig Befragungen, allerdings wissen wir natürlich nicht, wie lange die Paare im Endeffekt auch wirklich zusammenbleiben», sagt Dr. Sandra Spreemann, Parship-Matchmarking Expertin.

Es liesse sich zudem eine Tendenz erkennen, dass sogenannte Online-Partnerschaften langwieriger seien als Offline-Partnerschaften, da durch die Matching-Aglorithmen, die im Internet durchgeführt werden, die Grundvoraussetzungen für eine harmonische Partnerschaft günstiger stehen.

Faktoren fürs Glücklich sein

In der Studie ausserdem untersucht wurde, welche Faktoren für das Glück in einer Partnerschaft entscheidend sind. Laut dem Neurobiologen Dr. Andreas Bartels, werden die Zuneigung und Liebe für einen Partner von den Hormonen Oxytocin und Vasopressin beeinflusst. Je mehr Rezeptoren für die Hormone im Gehirn existieren, umso bindungsfähiger und treuer verhält sich eine Person gegenüber dem Partner.

Doch Hormone allein reichen nicht aus für eine glückliche und langfristige Beziehung. Entscheidend ist heutzutage, wie man in alltäglichen Stresssituationen mit dem Partner umgeht. «Dabei spielt die Kommunikation eine zentrale Rolle», so Spreemann. «Wer offen kommuniziert und zu jeder Zeit einen guten Umgang mit seinem Partner pflegt, meistert die Situation meist besser.»

Auch hilfreich, um glücklich zu sein, sind die Ähnlichkeiten im Charakter. Getreu dem Motto: Gleich und Gleich gesellt sich gerne.

In der Ostschweiz am unglücklichsten

Ein deutlich anderes Bild als hier in der Region zeichnet sich in der Ostschweiz ab. Dort gaben insgesamt 16,8 Prozent der Befragten an, in ihrer Beziehung unglücklich zu sein. Der Schweiz weite Durchschnitt glücklicher Paare beträgt 69 Prozent, 7,7 Prozent hingegen betiteln ihre Beziehung als unglücklich.

Wieso ist ein so markanter Unterschied in den verschiedenen Regionen festzustellen? «Diese Tendenz zeichnet sich schon seit ein paar Jahren immer wieder ab», wird bei der Pressekonferenz einstimmig erklärt. «Der Grund lässt sich allerdings nicht sagen.»

Da kann man nur hoffen, dass die Ostschweizer sich aus ihren unglücklichen Beziehungen lösen können und mal im Baselbiet auf Partnersuche gehen, eventuell klappt es ja besser.

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