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Das Ansteckungs-Risiko mittels Aerosolen ist in der Eishockeyhalle vermutlich eher gering

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Das riesige Luftvolumen in Sporthallen macht ein Super-Spreader-Event unwahrscheinlich. Beim direkten Nachbarn kann man sich dennoch anstecken, besonders, wenn man keine Maske trägt.

Eishockeyhallen haben ein riesiges Luftvolumen. Wenn man mit einer kleinen Halle von rund 10000 Kubikmetern rechnet und davon ausgeht, dass ein infizierter Spieler auf dem Eis zu 100 Prozent der Zeit körperlich aktiv ist und deshalb stark atmet und zu 10 Prozent der Zeit zusätzlich schreit, dann könnte ein Zuschauer ohne Maske innerhalb von 60 Minuten rund 250 Viren einatmen. Darunter sind ein bis zwei infektiöse Viren. Das Risiko scheint laut Aerosolexperten Riediker also vertretbar. Da der Boden auf dem Eisfeld kalt ist, steigt die wärmere, ausgeatmete Luft zudem vermutlich rasch nach oben in der Halle. Eine Aerosolwolke auf Spielfeldhöhe entstehe eher nicht, was die Verantwortlichen leicht selber testen können, sagt Riediker.

Untereinander gefährden sich die Spieler vor allem mit ihrem Sprühnebel. Geht das Plexiglas des Helms bis über den Mund, könnte das Risiko einer Übertragung gemindert werden. Dass im Stadion Masken getragen werden und sich die Spieler regelmässig testen lassen, liegt also vor allem am Risiko durch Sprühnebel wegen der fehlenden Distanzen, weniger an den Aero­solen.

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