Neujahrsvorsätze

Besser leben: Diesmal soll es klappen mit den guten Vorsätzen!

Weniger auf dem Sofa liegen, dafür mehr Sport treiben: Ein typischer Neujahrsvorsatz, den die wenigsten umsetzen..

Weniger auf dem Sofa liegen, dafür mehr Sport treiben: Ein typischer Neujahrsvorsatz, den die wenigsten umsetzen..

Mit dem Rauchen aufhören, ein paar Kilo abnehmen, sich gesund ernähren, Sport treiben mehr Zeit für Familie, Freunde und Hobbys haben? Die guten Vorsätze aus der Silvesternacht lösen sich im neuen Jahr leider oft schon nach wenigen Tagen in Wohlgefallen auf, und jede Menge Frustration macht sich breit.

Die häufigsten Fehler, die einem die saubere Lunge, die Topfigur und das dicke Portemonnaie verhageln, sind längst bekannt, dennoch machen wir sie zu Silvester alle Jahre wieder.

Will ich es wirklich oder für jemand anderen?

Die erste und wohl wichtigste Frage: Will ich das wirklich? Viele gute Vorsätze kommen nämlich gar nicht aus dem eigenen Herzen, sondern werden von aussen an uns herangetragen. «Extrinsische Motivation» nennen Psychologen das dann, wenn wir etwas tun, nur um anderen zu gefallen. Die «intrinsische Motivation» sollte am Anfang aller guten Vorsätze stehen: Wer sein eigenes Herz befragt – ganz ehrlich natürlich –, der hat gute Chancen, dass sich im neuen Jahr wirklich etwas ändert.

Alles mit Mass: Man kann auch zu viel wollen

Die geplante Diät bringt nur 5 Kilogramm Gewichtsreduktion? Nein, 15 Kilogramm müssten es schon sein. Ach ja, und mit dem Rauchen aufhören und viermal die Woche mit den Kindern zum Schwimmen gehen muss ja auch noch sein. Wer sich zu hohe Ziele steckt und davon auch noch gleich mehrere auf einmal bewältigen will, darf sich nicht wundern, wenn nichts davon klappt. Psychologen raten, sich realistische Ziele zu setzen und lieber mit mehreren kleineren Etappenzielen zu arbeiten.

Nur konkret formulierte Ziele anstreben

Das ist auch gleich schon ein weiterer häufiger Fehler: Die gesteckten Ziele werden nicht exakt benannt. Da nimmt man sich nur vor, «öfter mal was mit den Kindern zu unternehmen», anstatt gleich «jeden Freitagabend 18 Uhr Schwimmbad» einzuplanen. Experten raten häufig dazu, die gesteckten Ziele fein säuberlich aufzuschreiben, um sie so einmal ganz konkret auszuformulieren.

Wenn sie exakt bezifferbar sind – noch besser

Wo wir gerade beim Schreiben sind: Auch die Ergebnisse sollten nicht nur messbar sein, sondern besser auch gleich mit aufgeschrieben werden. Nur wer genau weiss, wie viele Zigaretten es denn wirklich ganz exakt sind, die bisher täglich eingespart wurden, hat auch eine Kontrolle darüber, wie nahe er seinem Ziel schon gekommen ist. Es gibt zwar auch Kettenraucher, die es schaffen, von einem Tag auf den anderen ganz mit dem Rauchen aufzuhören, die Chancen, an einem derartig hochgesteckten Ziel zu scheitern, sind für viele aber alles andere als gering.

Nach Rückschlägen nicht gleich aufhören

Das ist nämlich auch schon gleich ein weiterer oft gemachter Fehler: Beim kleinsten Rückfall in alte Gewohnheiten wird gleich alles hingeschmissen und das bisher Erreichte zusammen mit den guten Vorsätze für das neue Jahr komplett über Bord gekippt. Warum? Von Rückschlägen darf man sich nicht entmutigen lassen. Vielmehr sollte man sich ganz im Gegenteil schon im Voraus überlegen, wie man mit einem Rückfall umzugehen gedenkt. Manchmal hilft es auch, sich vorzustellen, die gesteckten Ziele schon erreicht zu haben. Es könnte doch alles so schön sein. Könnte. Also los!

Zusammen geht es besser als allein

Ein weiterer Trick ist es, sich Verbündete zu suchen. Wer Joggen gehen möchte, schafft es vielleicht besser, sich auch bei Nieselregen aufzuraffen, wenn andere schon auf ihn warten, und wer abnehmen will, der tut sich vielleicht leichter damit, wenn er seine Fortschritte mit anderen vergleichen kann. Manchmal kommt man aber auch um den Gang zum Fachmann, der einem hilft, ganz einfach nicht herum. Na und?

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