Ordnung muss sein

Aufgrund der oft geringen Grösse vor allem alter Bäder ist es nicht immer einfach, den Raum wohnlich zu gestalten. Fakt ist: Je heller und aufgeräumter ein Bad ist, desto grösser wirkt es. Wer clever ist, entscheidet sich für Badezimmermöbel mit geschlossenem Stauraum. Schränke mit Türen oder Schubladenmöbel sind ideal, um Tiegel, Tuben und andere Utensilien zu versorgen. Je weniger Einzelelemente umherstehen, desto aufgeräumter, ruhiger und grosszügiger wirkt das Bad.

Offene Badezimmermöbel wie Wandregale eignen sich vor allem für grössere Gegenstände wie etwa Handtücher. Hübsch kann es auch sein, wenn Sie hochstapeln: Verleihen Sie Ihrem Bad mit einer Etagère oder einem mobilen Servierboy eine individuelle Note. Platzieren Sie dort attraktive Accessoires.

Eine Einrichtungsidee für Mieter: Ersetzen Sie die gewöhnliche Tür des vorhandenen 0815-Spiegelschranks durch eine neue, attraktive (zum Beispiel ovale) Spiegeltür. Sie können sicher sein: Die Wirkung ist immens!

Wohnlichkeit ist das A und O

Nichts macht einen Raum wohnlicher als Holz. Das gilt auch für das moderne Badezimmer. Besonders geeignet sind wasserabweisende Nadelhölzer, idealerweise geölt oder lackiert.

Sie wohnen zur Miete und Ihre Badezimmermöbel sind aus Kunststoff? Kein Problem mit der richtigen Einrichtungsidee. Hübschen Sie Ihr Bad mit Holzdetails auf. Wie wäre es mit einer hölzernen Leiter für Ihre Handtücher, einer Badewannenablage aus Bambus für Ihre Lektüre oder einem Hocker oder Tray für Ihr Weinglas? Solch kleine Deko-Möbel sind nicht nur praktisch, sondern machen Ihr Bad darüber hinaus wohnlich.

Für Behaglichkeit sorgen auch Pflanzen. Viele Grünpflanzen lieben das feuchtwarme Badezimmerklima. Voraussetzung für die Begrünung Ihres Badezimmers ist allerdings ein Fenster, denn ohne Tageslicht geht jede Pflanze ein. Stellen Sie alternativ einen Strauss frischer Blumen in Ihr Bad, um ihm Lebendigkeit zu verleihen!

Zur Wohnlichkeit im Bad tragen auch die textilen Materialien bei. Ein flauschiger Badteppich ist nicht nur angenehm, sondern verleiht dem Raum auch etwas Sanftes. Darüber hinaus bringen Textilien Farbe in weisse Bäder. Und was spricht eigentlich gegen einen (waschbaren) Teppich?

Einrichtungsideen für alte Badezimmer

Die Fliesen in Ihrem Bad sind altmodisch und entsprechen so gar nicht Ihrem Geschmack? Bekleben Sie sie mit speziellen wasserabweisenden Folien! Sie haben dabei die Wahl zwischen einfarbigen und gemusterten Folien – so können Sie ihrem Badezimmer ein modernes oder auch ein orientalisches Ambiente verleihen.

Wer die Wände neu streichen möchte, dem seien Farben mit hohem Glanzanteil angeraten, da sie der Luftfeuchtigkeit standhalten. Mit der richtigen Farbe können Sie jedes Bad verschönern. Stimmen Sie die Accessoires wie Körbe und Dosen, aber auch Duschvorhang, Handtücher und Seifenspender auf den Ton der Wände ab. Für den grossflächigen Farbeinsatz sind sanfte Pastelltöne wie etwa Mintgrün empfehlenswert. Kräftige Farben hingegen können einzelne Akzente setzen.

Eine Alternative zur Wandfarbe sind Tapeten. Sie lassen Ihr Bad im Handumdrehen wohnlich wirken. Doch aufgepasst: Verwenden Sie in Badezimmern mit Dusche oder Badewanne ausschliesslich Tapeten mit „Wet System“. Denn nur ihnen kann Nässe nichts anhaben.

Die richtigen Accessoires

Innen hui, aussen pfui: Das muss nicht sein. Weg mit hässlichen Plastikflaschen in der Dusche und auf dem Badewannenrand. Sie können oder wollen sich keine teuren und optisch ansprechenden Beauty-Produkte leisten? Investieren Sie einmalig in Pumpspender aus Keramik oder Glas, in die Sie Ihre Produkte umfüllen. Der Effekt ist beachtlich!

Sie verzweifeln auf der Suche nach einem schönen Duschvorhang? Nehmen Sie die Sache selbst in die Hand und nähen Sie einen Vorhang aus Ihrem (waschbaren) Lieblingsstoff. Hängen Sie den Stoffvorhang ganz einfach vor den wasserdichten Duschvorhang.

Die passende Beleuchtung

Neonröhren im Bad? Der absolute Stimmungskiller. Glücklich darf sich schätzen, wer Tageslicht hat – doch auch das hellste Bad kann ohne Beleuchtung düster wirken.

Wohlfühl-Atmosphäre schafft indirektes Licht, das nicht blendet und sich je nach Bedarf dimmen lässt. Auch eine seitliche Beleuchtung des Spiegels strahlt in einem modernen Badezimmer sanfte Eleganz aus. Neben dem Stimmungslicht braucht es aber natürlich auch Funktionslicht. Schöner als ein Deckenstrahler sind im Raum verteilte Spots.

Am Badezimmerspiegel sollte es zum Schminken oder Rasieren helles Licht geben. Für ideale Sicht sorgen flexible Wandleuchten. Doch Vorsicht: Montieren Sie Badezimmermöbel wie Leuchten immer mit ausreichend Abstand zu Waschbecken, Dusche und Badewanne. Leuchtmittel in Wassernähe müssen dabei mindestens der Schutzart IP X4 entsprechen. Dann sind sie gegen Spritzwasser geschützt und können im Badezimmer verwendet werden.

Verfügt das Bad über ein Fenster, ist meist ein Sichtschutz erforderlich. Eine Jalousie aus Holz oder ein Rollo aus Bast verleiht dem Badezimmer eine wohnliche Note. Alternativ eignen sich selbstklebende Sichtschutzfolien, die aus Ihrem Fenster eine undurchsichtige Mattscheibe machen.

Optische Tipps und Einrichtungsideen für mehr Raum

Kleine Bäder wirken grösser, wenn für Boden und Wände ein ähnlicher Belag verwendet wird. Helle, dezente Farben, grosse Fliesen und schmale Fliesenfugen lassen das moderne Badzimmer zusätzlich geräumiger erscheinen. Denken Sie bei der Wahl der Fliesen daran, dass Sie sich auf Jahre hinaus festlegen – mutige Experimente sollten also gut überlegt sein.

Dass Spiegel einen Raum optisch vergrössern, ist kein Geheimnis. Nutzen Sie diesen Effekt auch für Ihr Bad! Und denken Sie bei der Einrichtung und dem Kauf von Badezimmermöbeln immer wieder an Folgendes: Weniger (an Kleinkram) ist mehr (an Platz).