Kolumnen

Alle lieben Jennifer Aniston – nicht nur wegen Rachel

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Jennifer Aniston hat Instagram kaputt gemacht. Zumindest behaupteten das einige Medien. Die 50-Jährige, die immer noch so umwerfend aussieht wie ihre Serienfigur Rachel vor 20 Jahren, hat ein Gruppenselfie mit ihren Kollegen aus «Friends» auf der Plattform gepostet:

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Das war zu viel für Instagram, die Seite soll kurzfristig abgestürzt sein. Nach nur zwei Posts hatte Aniston bereits 12 Millionen Fans auf ihrem neuen Account gesammelt. Nach sechs Einträgen folgen ihr bereits 17 Millionen Menschen.

Die Frau mit den perfekten Haaren ist ein rares Phänomen in Hollywood. An diesem glitzerkalten Ort, wo Frauen über 45 unsichtbar oder peinlich werden, ist sie beliebt wie sonst kaum eine. Gerade wurde sie von einem Frauenmagazin zu einer von fünf «most powerful women» gekürt. Und das US-Männermagazin «Men’s Health» wählte sie mit 47 Jahren zur «heissesten Frau aller Zeiten».

Die perfekte Freundin – mit dem unperfekten Leben Jennifer Aniston ist – auch 15 Jahre nach dem Dreh der letzten Folge von «Friends» – irgendwie immer noch Rachel Green: sexy und witzig, liebevoll und selbstbewusst, bodenständig und stets perfekt frisiert. Kurz, die perfekte Freundin – für Frauen und Männer wohlgemerkt.

Beziehungstechnischer Härtefall

Und da ist noch was: Jennifer Aniston mag immer perfekt aussehen, doch ihr Leben ist alles andere als perfekt. Was die Liebe angeht, gehört sie zu den absoluten Härtefällen Hollywoods. Was haben wir mit ihr gelitten, als ihr Ehemann Brad Pitt 2005 mit Angelina Jolie durchbrannte.

Ausgerechnet mit Angelina Jolie! Dieser Sexbombe auf zwei langen Beinen: unberechenbar, mysteriös und dunkel. Das komplette Gegenteil von Aniston, die als blondiertes «American Sweetheart» in jede Kamera strahlt. Die Boulevardpresse stürzte sich damals auf sie wie ein Rudel Löwen auf ein verletztes Tier. Die Meute ist seither nicht mehr abgezogen. Schonungslos wird sie als einsam, verlassen und kinderlos an den Pranger gestellt.

Doch Langzeitbeziehungen sind wirklich nicht ihr Ding. Anfang 2018 hat sie sich von Schauspielerkollegen Justin Theroux nach zweieinhalb Jahren Ehe getrennt. Nur Tonnen von Therapiestunden würden sie immer wieder aufstehen und weitermachen lassen, gab sie kürzlich zu Protokoll.

Kein Glück in der Liebe, aber geschäftstüchtig

Wobei die gute Jennifer schon noch einiges mehr tut, als von Liebeskummer geplagt die Kissen voll zu heulen. Im letzten Jahr schaffte sie es auf der «Forbes»- Aufstellung von Hollywoods Topverdienerinnen auf Platz drei. Nach den Schätzungen des Wirtschaftsmagazins verdient sie mit Filmgagen und Werbeeinnahmen jährlich knapp 20 Millionen Dollar.

Dass sie sich nun auf dem Social-Media-Kanal Instagram zeigt, hat ebenfalls einen geschäftstüchtigen Hintergrund. Sie promotet gerade ihre erste grosse Serien-Rolle seit «Friends». Dieser Tage startet auf Appel TV «The Morning Show». Sie spielt an der Seite von Reese Witherspoon eine Morgenmoderatorin.

Einer wie ihr verzeiht man auch, dass sie dafür einmal mehr mit dem Gerücht spielt, es könnte eine Neuauflage von «Friends» geben. Dabei hat sie das Gerücht gar nicht nötig. Rachel war ganz ok, die echte Jennifer ist besser. Und wie man hört, soll sie demnächst eine lesbische US-Präsidentin spielen. Die Haare dazu hat sie.

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Autor

Katja Fischer De Santi

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