Glosse
Salzkorn

Nun ist ausgerechnet noch der Rektor der Universität St.Gallen in die Schlagzeilen geraten.

Daniel Wirth
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8655 junge Frauen und Männer haben diese Woche mit ihrem Studium an der Universität St. Gallen begonnen. Sie kommen aus über 80 Nationen auf den Rosenberg, weil die Hochschule und ihre Professoren hohes Ansehen geniessen.

Doch gegenwärtig blättert an der Universität St. Gallen der Lack ab. Diese Woche geriet ausgerechnet noch der Rektor in die Schlagzeilen. Er ist Verwaltungsratspräsident der Jungfraubahn Holding AG, die von der Finanzmarktaufsicht wegen Marktmanipulation gerügt wurde. Tage zuvor hatte der HSG-Rektor vor den Medien gesagt, Ethik und Verantwortung gehörten zum Kern der Universität St. Gallen.

Der Mann erhält für sein Mandant bei der Jungfraubahn 160000 Franken im Jahr inklusive eines Abonnements für freie Fahrt. Das ist top. Das Transportunternehmen mit seinem Bahnhof auf 3454 Metern über Meer wirbt ja auch mit dem Slogan «Top of Europe». Wer derart hoch hinauf will, muss wissen: Es geht ganz schnell wieder runter. D.W.

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