Kolumne
«Querbeet»: So überlebt Ihr Basilikum einen ganzen Sommer

Basilikum wurde von Jardin Suisse gerade zur Pflanze des Jahres gekürt. Unsere Autorin erklärt, wie man sie ein ganzes Jahr lang erfolgreich zieht.

Silvia Schaub
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Königskraut Basilikum ist für sein ausgeprägtes Aroma bekannt.

Königskraut Basilikum ist für sein ausgeprägtes Aroma bekannt.

Bild: Getty

Die Verlockung ist gross, einen Topf mit Basilikum zu kaufen, wenn die Pflänzchen uns im März oder April in den Auslagen der Grossverteiler anblinzeln. Schliesslich steht die aromatische Gewürzpflanze wie keine andere für Sommer und Wärme. Und doch lässt man lieber die Finger davon. Erst ab Mitte Mai, wenn die Temperaturen in der Nacht nicht unter 10 Grad fallen, darf Basilikum ins Freie. Vorher könnten die Blätter braun werden und gar abfallen.

Das Königskraut – der Name stammt vom griechischen «Basileus» für König ab – ist ein delikates Pflänzchen. Es benötigt einen warmen, geschützten und hellen Standort, der über Mittag keine intensive Sonneneinstrahlung haben sollte.

Damit Basilikum den ganzen Sommer hindurch eine ideale Gewürzquelle bleibt, sollte man es nach dem Kauf in ein grösseres Gefäss einpflanzen. Sein Wurzelballen sollte feucht gehalten werden, aber keinesfalls in der Nässe stehen. Wer die Blätter erntet, sollte ganze Triebe oberhalb eines Blattpaares wegschneiden und nicht einzelne Blätter abzupfen. So bleibt die Pflanze buschiger und vitaler. Zudem wird Blütenbildung verhindert, durch die Basilikum an Wuchskraft verliert.

Wenn man all diese Faktoren beachtet, bringt das Gewürz, das von Jardin Suisse zur Pflanze des Jahres gekürt wurde, viel Freude. Und Langeweile in Sachen Aromen muss auch nicht sein. Es gibt nämlich neben dem Klassiker, dem Genoveser, wunderbare Alternativen. Zum Beispiel Purpur-Basilikum, das zwar bezüglich Aroma dem Genoveser ähnlich ist, aber mit Blattfarben von Purpur bis Schwarzviolett daherkommt. Es gibt auch kleinblättriges griechisches Basilikum oder Thai-Basilikum mit erfrischenden Aromen. Sie eignen sich nicht nur für Insalata Caprese oder für Pesto. Die Blätter können ebenso zu Früchten und Beeren oder für ein Sorbet verwendet werden.

Ambitionierte säen Basilikum selbst an. «Das sollte man aber unbedingt im Innenraum tun, da die Temperaturen nicht unter 20 Grad sein dürfen», sagt Othmar Ziswiler von Jardin Suisse. Wer einen grünen Daumen hat, lässt seinen Basilikum drinnen überwintern: «Der Standort muss aber sehr hell sein, zum Beispiel auf einer Fensterbank.» Regelmässig, aber wenig giessen und die Pflanzen gut auf Schädlinge kontrollieren.

Ob mediterran oder asiatisch – Basilikum sollte stets frisch verwendet werden. Getrocknet oder gekocht verliert es an Aroma. Deshalb sollte man es immer erst am Schluss beigeben. Wer dennoch etwas Sommer konservieren möchte, legt Basilikum in Öl ein oder verarbeitet es zu Pesto.

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