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Video bei der Konferenz einschalten oder nicht? Mit seinem neuen Ipad löst Apple das Dilemma

Nie mehr die Nasenhaare der Kollegen sehen! Das neuste Tablet aus dem Hause Apple führt die Kamera nach, wenn man während einer Besprechung aufsteht und den Raum wechselt.

Raffael Schuppisser
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Das neue Ipad Pro von Apple.

Das neue Ipad Pro von Apple.

Bild: zvg

Kamera an oder nicht? Die grosse Frage bei (Video-)Konferenzen. Dass es noch immer Kollegen gibt, welche die Kamera so ungeschickt positionieren, dass man kaum mehr als Nasenhaare sieht, ist ein gewichtiges Argument gegen Video. Dass man bei längeren Sitzungen nicht aufstehen und sich bewegen kann, auch.

Apple hat seinem neuen iPad Pro nun eine Ultraweitwinkel-Kamera spendiert, die beide Probleme löst. Sie erkennt das Gesicht und zentriert es schön in der Bildmitte. Steht man auf und läuft durch den Raum, folgt die Kamera einem. Man kann also eine Präsentation halten, ein Flipboard nutzen und sich dann wieder setzen. Kommt eine zweite Person hinzu, zoomt die Kamera heraus, sodass beide zu sehen sind. Das macht Videokonferenzen endlich dynamischer.

Zum ersten Mal verbaut Apple den eigenen M1-Prozessor in einem iPad – denselben, der im MacBook steckt. Damit ist das iPad Pro so leistungsstark wie einer der besten Laptops. Die Frage ist natürlich, wofür man so viel Power auf einem Tablet braucht. Zum Beispiel, so hat es Apple in der Präsentation gezeigt, um beim Filmschneiden sechs 4K-Streams gleichzeitig wiederzugeben. Nun ja, brauche ich eher selten.

Aber klar, mehr Leistung ist immer gut. Wer sich das grössere 13-Zoll-Tablet und das winkelverstellbare Keyboard kauft, hat auf jeden Fall eine Laptop-Alternative. Allerdings ist man softwaretechnisch noch immer eingeschränkter als mit einem Laptop. Dafür eignet sich der Superscreen mit den Mini-LEDs perfekt dazu, Zeitung zu lesen.

Die Kurzbewertung.

Die Kurzbewertung.

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