Getestet
Diese ökologischen Putztabletten versprechen eine reine Wohnung und eine saubere Welt

Für nur zwei Franken kann man sich neuerdings sein Putzmittel selber mischen. Taugt der Ansatz?

Katja Fischer De Santi
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Stylish, ökologisch und fast abfallfrei kommen sie daher, die neuen Putzlabels, die statt häss­licher Plastikflaschen in Papier verpackte Tabs verkaufen. Kleandrop heisst der erste Schweizer Anbieter. In Deutschland macht Everdrop von sich reden.

Die Idee dahinter ist so bestechend wie einfach. Statt viel Plastik und Wasser (denn daraus bestehen die meisten Putzmittel) durch die Lande zu karren, mischt man sich mit den Tabs sein laut Hersteller biologisch abbaubares, veganes Putzmittel selbst direkt in der wiederverwertbaren formschönen Sprühflasche. Das spart Geld, CO2 und viel Plastikverpackung. Bei 125 Kilo Plastikabfall pro Kopf und Jahr in der Schweiz sicher nicht der schlechtestes Ansatz.

Die Welt wird mit den Putztabs etwas sauberer, aber auch meine Küche und mein Bad? Das Starter-Kit von kleandrop.ch ist für einen ersten Versuch die richtige Wahl. Es enthält drei hochwertige Mehrwegflaschen und drei Tabs für Küche, Bad und Glas.

Die Tabs lösen sich im Wasser schnell auf, und die Reiniger duften alle drei sehr dezent und natürlich. Die Flaschen sind mit 500 ml etwas kleiner als üblich, aber sehr handlich. Der zitronige Küchenreiniger kommt mit Fett gut klar, es braucht nur wenige Spritzer auf den Schwamm. Auch beim Badreiniger gibt es nichts zu klagen, auch wenn er gegen hartnäckige Kalkflecken nicht viel ausrichten kann.

Schwierigkeiten macht einzig der Glasreiniger, er hinterlässt anfangs Schlieren auf dem Spiegel, mit etwas mehr Wasser und gründlichem Trockenreiben klappt es dann aber gut. Fazit: Die Tabs schonen die Umwelt und den Geldbeutel, und noch nie sah es im Putzschrank so chic aus.

chm
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