CVS Caremark kündigte am Mittwoch an, den Verkaufsstopp in allen 7600 Filialen im ganzen Land bis Oktober durchzusetzen. Die Drogeriekette wolle den Menschen "auf dem Weg zu einer besseren Gesundheit" helfen.

US-Präsident Barack Obama begrüsste die Entscheidung. CVS setze ein "starkes Beispiel", erklärte Obama, der selbst vor einigen Jahren das Rauchen aufgegeben hatte.

In vielen Länder gehen Regierungen mit unterschiedlichen Methoden gegen das Rauchen vor. Schockbilder, Preiserhöhungen und Rauchverbote sollen den Rauchern das Schloten vermiesen. Einige Beispiele:

In den USA gibt es bereits seit rund 25 Jahren Textwarnungen auf Zigarettenpackungen. Der geplante Aufdruck von Schockbildern wurde 2012 nach einer Klage von Tabakkonzern von einem Bundesgericht gestoppt. Entwürfe dafür zeigten unter anderem Menschen mit Atemmasken oder Löchern im Kehlkopf, aus denen Rauch quillt.

Die EU will mit strengeren Tabakgesetzen Bürger künftig vom Rauchen abhalten. Die Botschafter der EU-Staaten stimmten im Dezember für einen Gesetzesentwurf, der unter anderem Schockbilder vorsieht. Fotos von Geschwüren oder Raucherlungen sowie Warnhinweise müssen 2016 mindestens 65 Prozent der Packungsoberfläche abdecken. Verboten werden Hinweise wie "light" oder "mild".

Kürzlich gab der Bundesrat in der Schweiz bekannt, den Preis pro Päckchen Zigaretten in kleinen Schritten auf elf Franken erhöhen zu wollen. In der Schweiz gibt es Rauchverbote, die kantonal geregelt sind. Ein nationales Verbot in allen öffentlich zugänglichen Räumen scheiterte im September 2012 in einer Volksabstimmung. E-Zigaretten sind seit vergangenem Dezember in Zügen, Bussen, Trams und Schiffen verboten. Für Restaurants gibt es keine konkrete Regelung. Es ist jedem Betreiber überlassen, wie er mit Rauchern von E-Zigaretten umgehen will.

In Australien müssen Zigaretten seit Oktober 2012 in einheitlichen Schachteln mit grossflächigen Schockbildern verkauft werden. Die Zahl der Anrufe bei einer Hotline zur Rauchentwöhnung habe seitdem um 78 Prozent zugenommen, berichtet in diesen Tagen die Fachzeitschrift "Medical Journal of Australia".

Kanada zwang im Jahr 2000 grosse Hersteller dazu, Bilder und Texte mit Warnhinweisen auf die Packungen zu drucken. Die Fotos von leeren Kinderbetten oder Raucher-Porträts sind sehr eindringlich, vermeiden aber Schockdarstellungen.

Brasilien setzt dagegen auf besonders drastische Abschreckung - bis hin zu Fotos von Fehlgeburten in Zigarettenasche.

Um in Norwegen Tabak oder Zigaretten kaufen zu dürfen, muss man älter als 18 Jahre sein. Tabakwaren dürfen zudem nicht deutlich sichtbar in Geschäften angeboten werden. Kioske, Supermärkte und andere Verkaufsstellen dürfen Glimmstengel nur noch "unter dem Ladentisch" lagern und von dort auf Anforderung verkaufen.