Wie entstehen Gallensteine und was sind die Symptome?

Gallensteine sind das Resultat eines Missverhältnisses von Cholesterin, Fett und Gallensäuren. Sie bilden sich in der Gallenblase. Je nachdem, welche Substanzen überwiegen, entstehen Kalzium-, Cholesterin- oder Bilirubinsteine. Symptome treten auf, wenn der Galleabfluss behindert wird, oder wenn kleine Steine die Gallenblase verlassen und über den Hauptgallengang wandern. Dabei kann es zu Entzündungen und Koliken kommen. Gefährlich wird es, wenn Steine im Gallengang stecken bleiben und eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen. Das kann zu einem sehr schweren Krankheitsverlauf führen. Deshalb rät man zur Operation, wenn Gallensteine Symptome machen.

Meine Mutter hat Gallensteine, und ihr Arzt rät ihr zur Operation. Ist das zwingend notwendig oder können diese auch medikamentös beseitigt werden?

Gallensteine sind bei vielen Menschen vorhanden und oft asymptomatisch. Wenn Beschwerden auftreten wie Koliken oder Entzündungen, rät man zur Therapie. Eine medikamentöse Steinauflösung ist bei kleinen Cholesterinsteinen manchmal möglich, aber sehr langwierig und nicht immer erfolgreich. Steinzertrümmerung (ESWL) wurde früher versucht, aber wieder verworfen. In der Regel wird die Gallenblase mit Steinen operativ entfernt.

Gibt es erbliche Vorbelastung?

Ja, manche Familien haben gehäuft Gallensteine.

Was geschieht bei der Operation?

Bei der Operation wird die Gallenblase mit den Steinen entfernt. Wird die Entzündung im Frühstadium erkannt, kann sofort operiert werden. Das geschieht in der Regel laparoskopisch (Schlüssellochtechnik). Handelt es sich um eine schwere Entzündung, wird zuerst mit Antibiotika behandelt und im entzündungsfreien Intervall operiert. Bei Steinen im Gallengang, welche nicht selber bis in den Zwölffingerdarm wandern, wird eine Magenspiegelung durchgeführt und der Stein so entfernt (ERCP).

Und kann ich nach der Gallenblasenentfernung wieder normal essen?

Ja. Es gibt keine Einschränkungen.