Wer hat das als Kind nicht auch erlebt: Gefühlte Stunden unter jedem Busch und hinter jedem Möbel nach dem heiss ersehnten Schoggihasen gesucht – und doch nichts gefunden. Das frustriert.

Und es ist laut der Trauma- und Lerntherapeutin Romea Bausch schlecht für die kindliche Entwicklung: «Das Kind verliert so überhaupt die Fähigkeit, daran zu glauben, dass es etwas erreichen kann.»

Laut Bausch ist es deshalb wichtig, das Osternestli so zu verstecken, dass es die Kinder auch finden. Natürlich dem Alter entsprechend. Das heisst: In Reichweite des Kindes. Für kleinere Kinder sollte das Nestli zudem sichtbar sein, bei älteren kann man die Ostersüssigkeiten mit gutem Gewissen etwas besser verstecken.

Kritisieren schadet dem Selbstvertrauen

Aber Vorsicht vor zu leichten Verstecken: «So verliert das Kind das Interesse, weil es nichts entdecken kann», sagt die Kindertherapeutin. Erzieherisch schlecht sei das, weil das Kind so lernt, dass immer «alles gleich da» ist.

Bausch fordert die Eltern zudem auf, die Kinder bei der Suche zu unterstützen – etwa, in dem sie eine Spur aus Schoggi-Eili zum Versteck legen. Wichtig dabei: Immer cool bleiben, auch wenn sich das Kind nicht gerade als Sherlock Holmes entpuppt. «Ein Kind, das immer wieder kritisiert wird, wird zu einem unsicheren Menschen mit wenig Selbstvertrauen», so die Therapeutin.

Der zweite Oster-Gau: Der Hase ist zwar endlich gefunden, dafür aber schon halb geschmolzen. Das wird zum Albtraum für Kinder und Eltern. Direkte Sonneneinstrahlung oder Verstecke wie der Backofen sind deshalb ebenfalls tabu. (smo)

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