Studie

Ski-Unfälle: Der Kopf ist besonders gefährdet

Beim Skifahren ist es von Vorteil, achtsam zu sein.

Beim Skifahren ist es von Vorteil, achtsam zu sein.

Eine US-Studie zeigt, dass junge Skifahrer oft Kopf- und Schädelverletzungen erleiden.

Gerissene Kreuzbänder, gebrochene Knochen: Ohne nun allen die anstehenden Skiferien madig zu machen – Skifahren und Snowboarden kann nicht nur Freude machen und ist nicht immer gesund. Gerade wenn sich viele Skifahrer auf den Pisten befinden und hohe Tempi gefahren werden, ist das Unfallrisiko recht hoch. Das gilt für Erwachsene wie für Kinder.

Eine an einem Kongress in New Orleans von Kinderärzten vorgestellte Studie aus den USA zeigt, dass nicht nur Knochen und Bänder in Mitleidenschaft gezogen werden, sondern vor allem auch der Kopf, insbesondere jener von Kindern.

Je nach Alter unterschiedliche Unfallkonsequenzen

Die Art der Unfallverletzungen unterscheidet sich dabei mit dem Alter der Kinder, wie die Forscher aufgrund einer Datenanalyse von 845 hospitalisierten jungen Skifahrern und Snowboarder festgestellt haben. Sie fanden heraus, dass über die Hälfte der verunfallten Kinder grössere chirurgische Eingriffe benötigten. Es zeigte sich auch, dass Kinder im Primarschulalter deutlich mehr Verletzungen am Schädel oder an Gesichtsknochen hatten, als Schüler im amerikanischen High School-Alter, also Teenager. Diese Jugendlichen hatten dafür mehr innere Verletzungen im Bauchraum.

Brüche sind doch noch am häufigsten

Unschön liest sich die Liste der Verletzungen: 29 Prozent der eingelieferten Unfallopfer hatten Brüche in den unteren Extremitäten, 23 Prozent Kopfverletzungen, 16 Prozent Verletzungen der Milz und gleich viele der oberen Extremitäten. 9 Prozent hatten einen Schädelbruch. Die Verletzungen der Kinder seien schwerwiegend und sollten Eltern eine Warnung sein, schreiben die Forscher.

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Autor

Bruno Knellwolf

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