Epilepsie

Rindlisbacher-Unfall: Darum dürfen Epileptiker Autofahren

Autofahren trotz Epilepsie?

Autofahren trotz Epilepsie?

René Rindlisbacher behauptet, dass er vorgestern wegen eines Krampfanfalles verunfallt ist. Soll man als Epileptiker somit nicht lieber ganz auf das Autofahren verzichten? Wir haben nachgefragt.

Wegen eines epileptischen Anfalls verunfallte der Komiker René Rindlisbacher mit seinem Auto. Sollten Epileptiker besser ganz aufs Fahren verzichten?

Bei einem epileptischen Anfall kommt es im Gehirn zu einem Feuerwerk. Die Nerven entladen sich, es kommt zu Muskelverkrampfungen, der Epileptiker verliert die Kontrolle über seinen Körper. So erging es auch René Rindlisbacher, als er am Donnerstag mit seinem Auto bei Oberwil-Lieli verunfallte.

Warum dürfen Epileptiker überhaupt Autofahren, ist das Risiko eines plötzlichen Anfalls nicht zu gross?

Nein, sagt Thomas Grunwald, Chefarzt Epileptologie in der Klinik Lengg, gegenüber Tele M1. Leidet der Epileptiker unter grösseren Anfällen, lassen sich diese mit Hilfe von Medikamenten in der Regel gut behandeln. «Die Vorschrift lautet: Der Patient darf ein Jahr lang keinen Anfall mehr haben. Dann darf er Autofahren», erklärt der Spezialist.

Einige Epileptiker erfahren nur leichte Anfälle. Diese erleben keine Krämpfe sondern spüren nur ein Kribbeln im Arm. Dabei sind sie bei vollem Bewusstsein. Auch hier gilt: Wenn ein Patient ein Jahr lang nur solche Anfälle hat, dann darf er Autofahren.

Ein einigen Fällen wird Epilepsie auch operationell behandelt. Die Erfolgsquote liegt bei rund 80 Prozent. Auch René Rindlisbacher liess sich vor vier Jahren einer solchen Operation am Gehirn unterziehen. Bis zu seinem Unfall am vergangenen Donnerstag hatte er auch keine Beschwerden mehr.

Er will sich nun genauer untersuchen lassen. «In dieser Zeit werde ich auch nicht Autofahren. Denn so etwas möchte ich nicht nochmal erleben. (cze)

Komiker Rindlisbacher wegen Anfall  verunfallt

Komiker Rindlisbacher wegen Anfall verunfallt

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