Ergonomie

Nur nichts dem Zufall überlassen! Vier Schritte zum gesunden Arbeitsplatz

Vier kleine Schritte zum ergonomischen Arbeitsplatz – Ergotherapeut Matthias Emmenegger erklärt in der Sendung «CheckUp» wie das geht.

Vier kleine Schritte zum ergonomischen Arbeitsplatz – Matthias Emmenegger erklärts.

Es braucht nicht viel für mehr Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Ergotherapeut Matthias Emmenegger erklärt, wie Rückenschmerzen oder Sehnenscheiden-Entzündungen vermieden werden können. Ein Video mit Aha-Effekt.

Wir verbringen täglich viel mehr Zeit am Bürotisch als auf dem Sofa – und doch inviestieren wir weit mehr Zeit in die Einrichtung unserers Wohnzimmers als in die unseres Arbeitsplatzes. 

Erst, wer täglich unter Rückenschmerzen, Kopfweh oder Nackenstarre leidet, merkt, wie wichtig die richtige Einstellung von Bürotisch, Bürostuhl und Bildschirm ist.

«Patienten klagen vor allem über Verspannungen im unteren Lendenbereich. Das kann bis zu den Schulterblättern und Schultern ausstrahlen», sagt Physiotherapeut Marcel Hübscher, der immer wieder Bürolisten mit Haltungsfehlern behandelt.

Dabei wäre es so einfach. In nur vier kleinen Schritten wird jeder Büroarbeitsplatz ergonomisch. Will heissen: Die Arbeitnehmer passen sich nicht nur ihrem Arbeitsumfeld an, sondern auch umgekehrt.

Ergotherapeut Matthias Emmenegger berät Firmen in Sachen Ergonomie. In der Sendung «CheckUp» auf Tele M1 erklärte er anschaulich, auf was es ankommt im Büro.

Schritt 1: Der bequeme Bürostuhl

Der Stuhl soll so hoch sein, dass der Winkel der Knie in etwa 90 Grad beträgt. Und oh Wunder: Auch die Sitzfläche lässt sich verschieben! Etwa nach hinten, so dass bequem angelehnt werden kann, zwischen Kniekehlen und Sitzfläche aber ein Abstand entsteht. Die Lehne soll den unteren Rücken gut stützen.

Schritt 2: Die richtige Tischhöhe

... ergibt sich aus dem Abstand vom Boden bis zu den Ellenbogen. Die Arme sollen so locker auf dem Tisch aufliegen können. Das entspannt die Schultern.

Schritt 3: Die geordnete Arbeitsfläche

Tastatur und Maus sollen dort sein, wo die Hände sind, so bleibt die Haltung entspannt. Auch das Telefon sollte so platziert sein, dass man nicht übers Kreuz greifen muss, wenns klingelt. Der Bildschirm darf nicht zu hoch sein – raufschauen ist anstrengend. Leicht nach unten schauen dagegen ist optimal für die Haltung.

Schritt 4: Der bewegte Bürolist

Zwei- bis viermal pro Stunde sollte man laut dem Ergotherapeuten vom Bürostuhl aufstehen und sich bewegen. Das ist gut für Durchblutung und Stoffwechsel. Zudem entlastet Bewegung Muskeln und Skelett. Rauch- oder Kaffeepausen wären da der Gesundheit eher weniger zuträglich. Matthias Emmenegger schlägt stattdessen ein kleines Stehpult vor, das für bestimmte Arbeiten reserviert ist. 

So einfach ists. Und doch machen es laut Emmenegger die wenigsten. «Das ist mir ein Rätsel», sagt der Ergotherapeut. «Ich weiss nur, dass die Fahrt in einem schlecht eingestellten Auto lebensgefährlich sein kann. Büroarbeit an einem schlecht eingerichteten Arbeitsplatz ist offenbar nicht lebensgefährlich.»

CheckUp, immer montags um 18.15 Uhr auf Tele M1

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