Wissenschaftler haben entdeckt, dass der Mund der Rüssel von Moskitos nicht nur ein einzelner winziger Speer ist. Tatsächlich haben die Stechmücken ein ausgeklügeltes System aus dünnen Nadeln. (Siehe Video oben)

Nachdem sie eine Art flexible Schutzhülle zurückgeschoben hat, durchbohren sechs Nadeln die Haut auf der Suche nach Blutgefässen.

Moskito sticht

Dieses System macht es für Moskitos einfach, unser Blut zu saugen. Die Mücke schiebt eine Art Schutzhülle zurück und 

Allerdings stechen uns nur weibliche Mücken, denn sie brauchen das Blut um ihre Eier, sprich den Nachwuchs, zu nähren.

Zwei dieser Nadeln, so genannte Maxillen, haben winzige Zähne. Die Mücke nutzt sie, um die Haut zu durchdringen. Sie sind wie Bohrer und so scharf, dass man als Mensch kaum etwas fühlen kann.

Moskito sticht

Ein weiterer Satz von Nadeln, die Mandibeln, halten danach das Gewebe auseinander. Dann folgt die spitzige Nadelsonde unter der Haut, welche das Blut saugt.

Die sechste Nadel, Hypopharynx genannt, sondert eine Art Speichel in die Haut ab, die dafür sorgt, dass unser Blut gut fliesst. Das Sekret weitet die Blutgefäße, blockiert unsere Immunreaktion und schmiert den Rüssel.

Der Speichel ist es auch, der beim Menschen das Jucken auslöst – und mit ihm können gefährliche Viren und Parasiten von der Mücke auf den Menschen übertragen werden.

Tödlichste Tiere der Welt

Stechmücken sind für den Menschen das wohl tödlichste Tier der Welt. Hundertausende sterben jährlich an Krankheiten, die durch Moskitos übertragen wurden.

Laut WHO sterben jährlich nach wie vor über eine halbe Million Menschen am Malaria-Virus, vor allem kleine Kinder sind stark betroffen. Aber auch Dengue-Fieber, Gelbfieber, West-Nil-und Zika-Virus werden von den kleinen Mücken jährlich auf mehrere Millionen Menschen übertragen. (edi)