Insekten als Lebensmittel

Heugümper im Bierteig: Den Schweizern schmeckts

Darfs eine Grille im Bierteig sein? So reagieren die Passanten auf das Insekten-Menü.

Darfs eine Grille im Bierteig sein? So reagieren die Passanten auf das Insekten-Menü.

Mehlwürmer, Grillen und Wanderheuschrecken will der Bundesrat als Lebensmittel zulassen. «Tele M1» hat schon mal den Test auf der Strasse gemacht und den Passanten von einem Koch zubereitete Insekten angeboten.

Varathan hat noch nie Insekten zubereitet. Aber der Küchenchef aus Sri Lanka «probiert mal alles», wie er sagt.

Und dann brutzelt der die Mehlwürmer, Grillen und Heugümper, die die «Tele M1»-Redaktoren in der Tierhandlung gekauft haben, in seinen Pfannen. 

Er zaubert in der Küche seines Restaurants in Sursee Grillen im Bierteig mit Dip oder Insekten-Omeletten mit Nudeln und Gemüse. Diese sollen nun die Passanten probieren.

Bund revidiert das Lebensmittelrecht

Schliesslich will der Bund die Tiere als Lebensmittel zulassen. Wer heute Insekten als Lebensmittel anbietet, braucht eine Bewilligung. Die Zulassung ist Teil einer umfassenden Revision des Lebensmittelrechts. 

Kopfschütteln und Fluchtreflex

In der Realität ekeln sich viele Schweizer vor den gekochten Insekten. Auf Varathans Kreationen reagieren die potentiellen Versuchskaninchen mit Kopfschütteln oder auch mit sofortiger Flucht.

«Ich hasse solche Tiere – das würde ich nie essen», sagt eine Passantin. «Es gruuset mich zu sehr», eine andere. 

Fast wie Pommes Chips

Jene, die den Mut aufbringen und zugreifen, reagieren nüchtern. «Nach nichts», «normal» oder allenfalls nach Pommes Chips schmecken die Würmer und Grillen-Larven laut den Test-Essern.

Auch der der preisgekrönte Koch Varathan gibt dem Insekten-Schmaus seinen Segen: «Sehr fein, knusprig», so sein Urteil.

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