Flugrettung AAA
Ein Team-Grill als Dankeschön für die Rettung der 5-jährigen Marja

Die Flugretter der Alpine Air Ambulance sind auf dem Weg zu einem Hirnschlag-Patienten. Die Zeit drängt. Entspannung kommt bei der Crew mit Standort Birrfeld erst nach dem Einsatz auf. Teil 2 der Tele-M1-Reportage über den Flugrettungsdienst.

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Im Rettungshubschrauber der Alpine Air Ambulance (AAA) ist es eng. An Bord befinden sich an diesem Tag Pilot Daniel Neugel, Notartzt Martin Schmid und Rettungssanitäter Mischa Schori. Daneben braucht es natürlich noch Platz für Patienten.

Einer davon befindet sich aktuell in Teufen, im Zürcher Weinland, von wo aus der Notruf kam – vermutlich ein Hirnschlag. Jede Minute zählt. Aber zunächst muss der Pilot einen geeigneten Landeplatz finden.

Hautnah dabei bei den Einsätzen der Alpine Air Ambulance

Leben retten ist ihr Job, aber auch ihre Leidenschaft. Das Gesundheitsmagazin «CheckUp» auf Tele M1 zeigt im Rahmen einer dreiteiligen Serie vom 22.8. bis 5.9. den Alltag der Retter der Alpine Air Ambulance vom Flugplatz Birrfeld. Die Sendung wird immer montags um 18.15 Uhr ausgestrahlt. Die «AAA» wurde im April 2011 mit Rechtssitz in Zürich Kloten als gemeinsames Unternehmen des Touring Clubs Schweiz (TCS) und der Lions Air Group AG gegründet. Seit 2015 ist das gesamte Aktienkapital im Besitz der Lions Air Group. Die Flugambulanz führt nationale und internationale Patiententransporte durch. Die Einsatzzentrale befindet sich am Flughafen Zürich, die Helikopterbasis auf dem Flugplatz Birrfeld im Kanton Aargau.

Einmal am Boden, geht alles sehr schnell: Der Arzt begibt sich sofort zum Patienten, Pilot und Sanitäter machen schon mal den Weg für den Abtransport frei und stehen in Kontakt mit dem Spital. Die Mannschaft der AAA ist ein eingespieltes Team, obwohl sich die Zusammensetzung täglich ändert.

Trotzdem kommt es zu Komplikationen: Der 47-jährige Patient muss auf dem Weg zum Helikopter von der Rettungsambulanz umgeladen werden. Er kollabiert. Erst nach zehn Minuten gibt der Rettungsarzt grünes Licht für den Lufttransport. «Wir haben den Atemweg gesichert und ihn ins künstliche Koma gelegt, damit er nicht an seinem Erbrochenem erstickt», wird Notarzt Martin Schmid später rekapitulieren.

Gerettete melden sich selten

Als der AAA-Helikopter zurück in der Basis auf dem Flugplatz Birrfeld ankommt, ist es bereits Abend. Fleisch brutzelt auf dem Grill, den die Mannschaft von einer Familie zum Dank für die Rettung der 5-jährigen Marja bekommen hat.

«Sie hatte durch einen Schlag vom Kickboard einen Kehlkopf-Bruch», erinnert sich Rettungssanitäter Mischa Schori. Dadurch geriet das Mädchen in eine lebensbedrohliche Atemnot und musste von der AAA ins Kinderspital geflogen werden.

Marja hat ihre Schutzengeln schon mehrmals mit Bildern, Fotos und Kuchen beschenkt und ist auch schon persönlich vorbeigekommen. Damit ist sie allerdings eine Ausnahme. In den allermeisten Fällen hören die Flugretter nach dem Einsatz nichts mehr von den Patienten. Es sei denn, sie fragen im Spital nach.

Der Grillabend dauert nicht lange. Zeitig geht im Schlafraum der AAA-Basis auf dem Birrfeld das Licht aus. Jede Minute Schlaf ist kostbar. Denn keiner weiss, wann der Pager das nächste Mal Alarm schlägt und die Rettungsflieger zu einem neuen Notfall abheben. (cze)

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