Musiker, Komponisten und Wissenschaftler haben gemeinsam am Projekt «Climate Music» gearbeitet und eine Musik komponiert, die es so noch nie gegeben hat.

Das heisst: Die Komposition selbst stammt von niemand geringerem als unserem Planeten. Die am Projekt Beteiligten haben quasi einfach übersetzt. Genauer gesagt: Sie haben den Klimawandel in Musik umgewandelt.

Der Temperaturanstieg beeinflusst dabei die Tonhöhe, die Energiebilanz wirkt sich auf die Dissonanz aus, der PH-Wert der Ozeane auf die musikalische Struktur und der CO2-Gehalt in der Luft bestimmt das Tempo. 

Von lieblich bis schwer erträglich

Was Anfang des 19. Jahrhunderts mit lieblich dahinfliessenden Klängen beginnt, legt mit der industriellen Revolution stetig an Tempo und Dissonanz zu. Die 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts klingen noch recht harmonisch, doch dann wird aus dieser Klima-Komposition eine immer wildere Kakophonie, der man irgendwann kaum mehr zuhören will. 

Die Idee hinter dem Projekt: Musik ist viel leichter zu verstehen als wissenschaftliche Texte. So wollen die Musiker, Forscher und Komponisten ein breites Publikum für den Klimawandel sensibilisieren. (smo)