Es geht steil hinunter in London. Werden Flughäfen für gewöhnlich mit einem sogenannten Gleitwinkel von 3 Grad angeflogen, sind es am London City Airport 5,5 Grad. Zudem ist die Landebahn mit 1500 Metern kürzer als üblich. Ab einer Höhe von rund 300 Metern beginnen die Piloten deshalb mit dem manuellen Anflug – das Instrumentenlandesystem wird ausgeschaltet.

«Der Anflug und die Landung in London City gehören zu den herausforderndsten überhaupt», sagt Kapitän Karen Atherton in einem Video, das «British Airways» kürzlich veröffentlicht hat. 

Spezielle Ausbildung, spezielle Flügelklappen

Atherton ist eine von 27 British-Piloten, die diesen Anflug mit einem Airbus A318 fliegen können und dürfen. Denn dafür braucht es laut der Fluggesellschaft eine spezielle Ausbildung. Atherton selbst hat zudem 26 Jahre Erfahrung als Pilotin.

Aber auch das Flugzeug muss flughafentauglich sein. Der Airbus hat spezielle Störklappen an den Flügeln, die die richtige Geschwindigkeit für den steilen Anflug ermöglichen.

Sightseeing über London

Die Herausforderung wird belohnt: Den Piloten bietet sich jeweils eine atemberaubende Sicht auf Londons Sehenswürdigkeiten. Der Anflug führt über die Tower Bridge, vorbei am London Eye oder dem markanten Wolkenkratzer «Shard».

British Airways war die erste Fluggesellschaft, die London City mit einem modifizierten A318 anflog. Mittlerweile haben die British-Maschinen auf der Strecke New York–London City 25 Millionen Meilen, umgerechnet über 40 Millionen Kilometer, zurückgelegt. Das war denn auch der Grund, den vielfach interessanten Anflug aus Sicht der Piloten im Video der Öffentlichkeit zu zeigen. (smo)