Unmöglich möglich

Obwohl er seine Beine nicht bewegen kann: Querschnittsgelähmter fährt Velorennen

Velofahren mit elektrischer Muskelstimulation – so funktionierts.

Velofahren mit elektrischer Muskelstimulation – so funktionierts.

Durch Elektroden auf der Haut werden Julien Jouffroys Muskeln aktiviert und seine Beine treten automatisch in die Pedale. «So könnte ich ewig fahren, ohne müde zu werden», sagt der 37-Jährige. Am Samstag tritt er zu einem Rennen an.

Er ist Teilnehmer des Cybathlon, einem Wettkampf für Athleten mit Behinderung, ausgetragen von der ETH.

Zu den Disziplinen gehören dort neben dem Fahrradrennen mit Muskelstimulation ein Exoskelett-Parcours oder ein virtuelles Rennen mit Gedankensteuerung. 

Letzteres sieht dann so aus:

Cybathlon 2016: «BCI Race»

Cybathlon 2016: Proben für das sogenannte «BCI Race».

Einer der Velofahrer ist  Julien Jouffroy. Seit einem Motorradunfall ist er querschnittsgelähmt. Möglich machen die unmöglichen Bewegungen im Fall von Jouffroy ETH-Spezialisten und das Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil. 

Dort absolviert er 37-Jährige gerade seine letzten Trainings. Das Bemerkenswerte dabei: Da es keine Verbindung mehr zwischen der Beinmuskulatur und dem Gehirn gibt, wird Jouffroy nie müde. «So könnte ich stundenlang velofahren», so der Athlet.

«Die ersten Schritte waren schon sehr bewegend»

«Die ersten Schritte waren schon sehr bewegend»

Andre von Rueschen nimmt am Exoskelett-Rennen teil – das Video zeigt ihn bei den Proben zum Cybathlon 2016.

Am Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen können Piloten teilnehmen, die eine ein- oder beidseitige Unter- oder Oberarmamputation haben.

Am Geschicklichkeitsparcours mit Armprothesen können Piloten teilnehmen, die eine ein- oder beidseitige Unter- oder Oberarmamputation haben.

Das Video zeigt die Proben zum Cybathlon-Parcours 2016.

 (smo)

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