Die Freude der frischgebackenen Eltern währt nur kurz. Zwei Wochen nach der Geburt wird der kleine Yari plötzlich schwer krank. Es ist weder klar, ob er überlebt, noch, was er hat.

Erst nach fast zwei Monaten gibt es eine Diagnose: Das Baby von Karin Siegenthaler und ihrem Mann hat Hämophagozytische Lymphohistiozytose. Es ist ein seltener Gendefekt, bei dem das Immunsystem den eigenen Körper angreift. 

Hoffnung der Medizin

Yari lebt noch. Er ist heute zwei Jahre alt und gesund. Geheilt hat ihn eine Stammzellentherapie. Die Sendung «CheckUp» auf Tele M1 und Tele Züri hat ihn und seine Familie besucht und erklärt die Therapie (Video oben).

Stammzellen sind wahre Wunderzellen. Da sie jede menschliche Zelle bilden können, erhoffen sich Mediziner damit dereinst Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson heilen zu können.

Bei Yari wurden mit der intensiven Therapie die defekten Zellen durch Stammzellen eines gesunden Spenders ausgetauscht.

Umstrittene Aufbewahrung

In der Sendung kommen auch Ärzte zu Wort. Diese sind nicht immer gleicher Meinung. Auch wenn private Anbieter quasi als Gesundheitsvorsorge Nabelschnurblut entnehmen und aufbewahren, rät das Kinderspital Zürich davon ab.

Die Familie Siegenthaler ist noch mitgenommen von der schweren Zeit. Aber: «Ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es uns gehen jetzt würde, wenn er das nicht überlebt hätte», sagt Mutter Karin Siegenthaler. (smo)

Gesundheitsmagazin «CheckUp» – immer montags um 18.15 Uhr auf Tele M1 und Tele Züri.