Es ist braun-grün, schleimig und irgendwie einfach gruusig, was die Parkverantwortliche da aus dem kanadischen Stadtteich hebt. So gruusig, dass sich die Passanten kaum trauen, es zu berühren. 

Das wabbelige Ding, das aussieht wie aus dem Sciencefiction-Film, ist zwar recht unansehnlich, dafür völlig ungefährlich. 

Laut National Geographic handelt es sich dabei um Bryozoan, eine Kolonie von Hunderten von mikroskopisch kleinen sogenannten Moostierchen. 

Gefunden worden ist die Kolonie im Stanley Park im kanadischen Vancouver. Genauer: in der dortigen «Lost Lagoon» – der «vergessenen Lagune».

Ausbreitung wegen Klimawandel?

Die Tierchen selbst sind uralt, laut Fossilienfunden gab es sie bereits vor 470 Millionen Jahren. Was sie aber in dem kanadischen Stadtteich zu suchen haben, ist unklar. Denn sie fühlen sich für gewöhnlich in südlicheren Gewässern wohl und benötigen eine Wassertemperatur von über 15 Grad Celsius, um zu überleben.

Laut Experten könnten sie sich aufgrund des Klimawandels in nördlicheren Gefilden verbreiten. Laut National Geographic kann es aber auch sein, dass sie in der Gegend von Vancouver schlicht lange unentdeckt geblieben sind – so eine Kolonie ist schliesslich ausserordentlich gut getarnt. (smo)