Pharma

Holländische Forscher wollen Viagra für die Frau entwickelt haben

So etwas ähnliches wie Viagra soll es bald auch für Frauen geben

So etwas ähnliches wie Viagra soll es bald auch für Frauen geben

Der holländische Biochemiker Adriaan Tuiten hat zwei Pillen entwickelt, welche sexuelle Störungen bei Frauen beheben. Sie heissen Lybrido und Lybridos. Sie haben bereits zwei Testphasen in Holland und den USA hinter sich.

Noch diesen Sommer entscheidet die US-Gesundheitsbehörde FDA über ihre Zulassung. Es ist Viagra für Frauen - aber anders. Viagra steuert einen physikalischen Prozess. Es belebt die Arterien, der Penis hebt sich. Lybrido und Lybridos beleben zusätzlich das Gehirn und somit die Psyche.

Im Interview mit «Sonntagsblick» erklärt der Pillen-Erfinder Tuiten die Wirkung und den Mechanismus von Lybrido und Lybridos. «Je nach Studie leiden 20 bis 50 Prozent der Frauen unter zu geringer Lust», sagt Tuiten. Wie wirken seine Medikamente?

«Nach etwa drei Stunden steigen die sexuellen Gefühle an, das Begehren nimmt zu, ebenso sexuelle Reize im Hirn», sagt Tuiten weiter. «Die Frau reagiert auf sexuelle Signale. Das erregt die Genitalien physisch. Lybridos löst zudem die Unterdrückung sexueller Wünsche. Es nimmt einer Frau die negative Einstellung zu Sex.» Nach zwei bis drei Stunden klinge die Wirkung ab.

Tuiten geht davon aus, dass seine Pillen 2016 auf den Markt kommen. (rsn)

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